Ocean TransFlow-Collective

I wish you would use all means at your disposal – films, expeditions, the web, new submarines, campaigns – to ignite public support for a global network of marine protected areas, Hope Spots large enough to save and restore the ocean, the blue heart of the planet.

Sylvia Earle, Preis-Rede auf der TED-Konferenz Februar 2009


Ocean Trans-Flow-Collective versteht sich als ein internationaler Zusammenschluss von Persönlichkeiten aus den Bereichen Meeresforschung, Kulturwissenschaften, Philosophie, Mediengestaltung, Musik, Kunst und Dokumentarfilm.
Ocean Trans-Flow-Collective hat sich zum Ziel gesetzt, immersive Methoden mit Blick auf den sowohl mehrdeutigen wie vielfältigen Naturkulturraum Meer zu erforschen.
Drei dieser LABs sind als Transferforschungs-LABs zu verstehen, weitere drei als Medien-LABs. Schwerpunkte und Verantwortliche der sechs unterschiedlichen, aber miteinander co-kreativ verbundenen LABs sind wie folgt zu benennen: 


TransferforschungsLABs

Immersive BaseLAB

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
in Kooperation mit dem SWR-Experimentalstudio Freiburg

::: Schwerpunkte :::

  • Planung und Organisation von Veranstaltungen im Bereich Wissenschaftstransfer
  • Gestaltung von innovativen Storytelling-Komponenten durch interaktive Webdokumentationen mit Fotoreportagen, binauralen Soundscapes und 360°-Lehrpfaden
  • Entwicklung und Erprobung von mobilen Oktogon-Raum-Medienelementen für einen interdisziplinären und transmedialen Wissenstransfer auf Augenhöhe – Oktogon-Portfolio
  • Entwicklung einer Cloud-basierten Webplattform zur Archivierung und Verknüpfung der digitalen Inhalte mit mobil einsatzfähigen Oktogon-Raum-MedienelementenPlanskizze 235media


Foto: © 235media & M. Mangelsdorf, Prototyp Oktogon-Stuhl mit Medieneinheit

::: Forschung :::

  • medienökologisch
  • leibphänomenologisch
  • ethnografisch
  • kunstbasiert

::: Hauptverantwortliche :::

  • Prof. Dr. Timo Heimerdinger, Professur für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Dr.’in Marion Mangelsdorf, Kulturwissenschaftlerin, Geschäftsführerin und Dozentin des Zentrums für Anthropologie und Gender Studies (ZAG)/Universität Freiburg)
  • Christian Bilian, Komponist für zeintgenössische Musik und Instrumentallehrer, arbeitet mit dem SWR-Experimentalstudio Freiburg zusammen

::: Mitarbeitende über das Forum Transferwissen Gender and Diversity für die Mithilfe bei der Erarbeitung der Anträge (2021) :::

  • Kiran Hug, B.A. Liberal Arts and Sciences, M.Sc. Psychologie
  • Agathe Schäfer, B.A. Anglistik und Amerikanistik, M.A.-Studierende Kulturanthropologie
  • Victoria Vonau, M.A. Interdisziplinäre Anthropologie

::: Bisherige Kooperationspartner:innen aus dem
Kunst-/Medien- und Umweltbereich :::

  • Daniel Bichsel, Initiator von Unterwasserwelten
  • Liam Clancy,  Tänzer, Performer und Feldenkrais-Therapeut, er war von 2005-2021 Professor für Tanz, Performance und Improvisation an der University of California, San Diego
  • Pilar Buira Ferre, Choreografin, Tänzerin und Performerin
    – siehe „Ein Gastmahl“, ein performatives Projekt im Rahmen der Tagung „Verkörperte Muße“ des SFB Muße an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg –
  • Julian Jaeger, Fotojournalist und Ethnograf
  • Carsten Kunst, Performer und Inititator von Le bon bond
  • Henrik Langholf, Zukunftsmoderation
  • 235media, Medienagentur
    – gemeinsam mit 235media konnte durch einen Förderpreis im Rahmen einer „Open Spaces-Ausschreibung im Co-Creation-Programm“ der Freiburger Universität ein erster Prototyp eines Stuhls und einer Medieneinheit von Oktogon-Raum-Medienelementen, die Marion Mangelsdorf konzipiert hat, entwickelt werden –
  • Antonia & Stefan Salm von Sacha – Studio für visuelle Kommunikation
  • Maurice Weiss, Fotograf

::: Projekte & Veranstaltungen :::

  • „Posthuman und immersiv“, Interdisziplinäres Masterseminar von Marion Mangelsdorf & Kiran Hug, Sommersemester 2021, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • „Dive in – More-than-Human Bodies“, Interdisziplinäres Masterseminar mit Marion Mangelsdorf, Kiran Hug & Phillip Stöcks, Wintersemester 2021/22, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Austausch mit Miriam Jakob & Jana Unmüßig, Henrik Langholf & Daniel Bichsel von Unterwasserwelten und dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund
  • Vortrag „MEERWerk – sechs immersive LABs im co-kreativen Dialog“ im Rahmen des Luchtime-Kolloquiums des FRIAS (Freiburg Institute for Advanced Studies)-Schwerpunkt Environmental Humanities (EH), 20. Mai 2021
  • Aufnahmen basierend auf Kompositionen von Christian Billian in Zusammenarbeit mit den zeitgenössischen Musiker:innen Noa Frenkl (Kontraalt) und Jürgen Ruck (Gitarre) im SWR-Experimentalstudio Freiburg, 17.–18.09.2021 (finanziert vom Forum Transferwissen Gender & Diversity)
    Geplant: In einer Postproduktionsphase sollen die Aufnahmen, die alternierend mit akustischen Aufzeichnungen von ‚Whale Vocalizations‘ von Mirjam Leuze (MovingSenseLAB) zu einer binauralen Soundscape zusammengebaut werden sollen in das Oktogon eingespeist werden
  • Besuch von Marion Mangelsdorf bei „THE SOUL EXPANDING OCEAN #2 – ISABEL LEWIS, 25.09.2021, Ocean Space, Venedig/Italien (siehe auch MovingSense LAB, Isabel Lewis)

Ocean DialogueLAB

Deutsches Meeresmuseum Stralsund

::: Schwerpunkte :::

  • Entwicklung innovativer Formen der Wissenschaftskommunikation unter Einbeziehung der in den MedienLABs entwickelten Filme, Performances, Materialien und sonstigen (Co)-Kreationen
  • Aufbau eines überregionalen Netzwerks zur Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft mit experimentellen, speziell auch immersiven Mitteln 
  • Planung und Organisation von Veranstaltungen zum Thema Wissenschaftsdialog mit Schwerpunkten auf Verbindung von mariner Forschung mit performativen/ künstlerischen Ansätzen und digitaler Kommunikation
  • Einsatz der Oktogon-Raum-Medienelemente auf Veranstaltungen in Kooperation mit dem ImmersiveBaseLAB
  • Transfer von Wissen und Erfahrungen aus dem Bundesprojekt museum4punkt0 in das Ocean TransFlow-Collective, Schnittstellenfunktion im Falle der Fortführung von museum4punkt0 
Foto: © M. Mangelsdorf, Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ im OZEANEUM in Stralsund

::: Forschung :::

  • Erstellung eines Kompendiums mit Best-Practice-Beispielen zum Wissenschaftsdialog, Einschätzungen zur praktischen Umsetzbarkeit und Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse

::: Hauptverantwortliche :::

::: Geplante Veranstaltung :::

  • „MEERWissen tanzen“, in enger Kooperation mit dem ImmersiveBaseLAB voraussichtlich am 14. November 2021 – vorläufige Beschreibung

Virtual RealityLAB

New York University

::: Schwerpunkte :::

  • Beratung und Mitgestaltung bei der Entwicklung von Medieninhalten zu virtuellen Realitäten
  • Entwicklung eines pädagogischen Konzepts für den Wissenstransfer

::: Forschung :::

  • medientheoretisch
  • medienpädagogisch

::: Hauptverantwortlich :::


MediaLABs

DivingLAB

Lumba Lumba Diving Center Pulau Weh, Indonesien

::: Schwerpunkte :::

  • Planung und Organisation von Summerschools. Programminhalte: Eigene Taucher-fahrungen, um die faszinierende Unterwasserwelt zu erkunden sowie Clean-ups, um für die Gefährdung der marinen Biotope – am Bsp. Indonesiens – zu sensibilisieren
  • Züchtung von Korallenriffen (in Kooperation mit dem Meeresmuseum Stralsund), um meeresbiologisches Wissen erfahrungsbasiert zu vermitteln
  • Kennenlernen von Menschen und deren Herausforderungen, deren Existenz vom Meer abhängt
  • Dokumentation der Tätigkeiten durch 360°-Videos

::: Hauptverantwortlich :::

  • Kristian Gäckle, M.A. Gender Studies, Soziologe, Intersektionalitätsforscher & Tauchlehrer

::: Beispiel einer interaktiven Webdokumentation :::

  • „Was Sie Dir in ‚Findet Nemo‘ nicht erzählt haben“ (Link folgt)

Mobile OceanLAB

weltweite Segelreise

::: Schwerpunkte :::

  • Produktion von Medieninhalten, insbesondere von 360°-Videos über das Leben in und an Ozeanen
  • Dokumentation über den Einblick in weltweite Organisationen, die sich mit dem Thema Ozean befassen

::: Hauptverantwortlich :::

  • Dr. Karsten Brensing, Meeresbiologe, Sachbuchautor & Segler

::: Geplantes Projekt für 2022 :::

Vorstellung von Karsten Brensing

© Karsten Brensing 2021

MovingSenseLAB

Berlin & Köln

::: Schwerpunkte :::

  • Künstlerische Ausgestaltung von Choreografien mit Ton, Bild und Bewegung, die ebenso ermöglichen sollen immersive Räume zu kreieren wie auch zur Partizipation von Rezipierenden anzuregen

::::: Hauptverantwortliche :::

  • Isabel Lewis/Berlin

    Die Performerin und Choreografin Isabel Lewis bringt in das Kollektiv ihre Long-Flow Dramaturgies in Oceanic Space ein. Darunter versteht sie einen lang angelegten Prozess in der Entwicklung von Methoden und erkenntnistheoretischen Ansätzen, die keine Dualität zwischen Geist und Körper anerkennen und mehrere Modalitäten des Wissenserwerbs integrieren, um neue Formen des Gedeihens zu generieren.
    Ausgehend von einem Ort der kritischen Reflexion über die Denksysteme der heutigen westlichen Gesellschaft und deren Einbettung und Verkörperung in unsere biosozialen Interaktionen entwickelt sie Sound-Bild-Choreografien, um alternative Modelle der Beziehung und Sozialität zwischen Mensch und Mensch, sowie zwischen „mehr-als-menschlichen“ Akteur:innen im Dialog mit Ocean TransFlow-Collective auszuformulieren. 

::::: Projekte & Veranstaltungen :::

  • Mirjam Leuze/Köln

    Die Dokumentarfilmerin und Mitinitiatorin von MyView Mirjam Leuze führt Künstler:innen an der Schnittstelle von Film und Anthropologie zusammen. Gemeinsam verfolgen diese mit ihren Arbeiten einen multi-sensorischen, partizipativen Ansatz und wollen eine Kultur der „multi-species-justice“ kultivieren. Sie verstehen Kunst als ein Mittel, um wissenschaftliche Theorien erfühl- und erfahrbar zu machen und in das Leben von Menschen zu integrieren. 
    Dabei erforschen sie u.a. Ansätze der Sensory Ethnography und fragen, wie filmische Narrative so erweitert werden können, dass sie sich nicht nur an der Verbalsprache und an speziellen menschlichen Perspektiven ausrichten. Wie kann Sinnesvielfalt, vor allem auch die von „mehr-als-menschlichen“ Akteur:innen thematisiert werden? Ebenso werden Praktiken der Participatory Videography und des Social Precensing Theater erprobt. Dadurch regen sie unterschiedliche Menschen dazu an, ihre Stimme zu erheben und ihren Ausdruck zu finden. Wie ist es möglich, nicht über, sondern mit denjenigen Narrative zu entwickeln, die (ihre) Geschichten erzählen möchten?


Vorstellung von Isabel Lewis



Dokumentarfilm von Mirjam Leuze


Anträge

Eingereicht

  • Veranstaltungstandem „MEERWerk. Wirken – Eintauchen – Reflektieren – Kreieren“ bei der Andrea von Braun Stiftung (Abgabe Mai 2021)

Geplant


Die Inititaive geht zurück auf die Kulturwissenschaftlerin Marion Mangelsdorf, Geschäftsführerin und Dozentin des Zentrums für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Beitragsfoto: © Clownfish, Kristian Gäckle, Pulau Weh/Indonesien