Aktuelle Lehrveranstaltungen Wintersemester 2020/21

Vorlesung zur Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse mit Lektürekurs

Bitte beachtet die angegebenen Belegungszeiträume auf HISinOne. Diese können je nach Fach variieren.


verschiedene Dozierende aus dem Lehrverbund

Mo 16-18 Uhr

Datum Person Titel
02.11. Marion Mangelsdorf Einführung in die Freiburger Geschlechterforschung
09.11. Nina Degele Geschlecht als soziologische Analysenkategorie
16.11. Racha Kirakosian Der schöne und doch korrupte Körper der Maria Magdalena in mittelalterlichen Bekehrungslegenden
23.11. Beate Rosenzweig Gender und Politik
30.11. Miriam Nandi Postkolonialer Feminismus
07.12 Michaela Werkmann Genderbezogene Perspektiven in den Sportwissenschaften
14.12. Joachim Grage Transgender in der skandinavischen Kinder- und Jugendliteratur
21.12.  !!! entfällt !!!
11.01. Marion Mangelsdorf Gender Studies und Interdisziplinäre

Anthropologie – Dialoge und Kontroverse

18.01. Barbara Sieferle Männlichkeit(en), Gefängnisleben und die Haftentlassung. Kulturanthropologische Perspektiven
25.01. Sylvia Paletschek Geschlechtergeschichte
26.01.
! Dienstag !
16-18 Uhr
 Yves Müller Über die Anwendbarkeit der Kategorie Männlichkeit in der historischen NS-Forschung am Beispiel der nationalsozialistischen ‚Sturmabteilung‘ (SA)
01.02. Nicole Falkenhayner Feminism and Posthumanism / Feminismus und Posthumanismus
08.2. Bettina Papenburg Queer Pop: Undoing Gender im afrofuturismus und Gaga-Feminismus

Masterseminare zu Geschlechterkonstruktionen


Nachhaltigkeit soziologisch | 06LE42S-20202103

Prof. Dr. Nina Degele

Di 16-18 Uhr

Das Seminar wird als E-Learning-Veranstaltung durchgeführt. Genauere Informationen zum Ablauf werden rechtszeitig bekanntgegeben.

Eine Belegung über das HISinOne-Belegsystem ist erforderlich!

Der Klimawandel macht es deutlicher als je zuvor, das Problem ist älter: Nachhaltigkeit, Degrowth und Postwachstum stehen für eine Kritik an einem an Wirtschaftswachstum orientiertem Fortschritts- und Gesellschaftsmodell. Debattiert wird dabei, ob gesellschaftliche Transformation innerhalb des kapitalistischen Systems möglich ist (ökologische Modernisierung) oder nicht (z.B. Ökosozialismus), welche Rolle Politik, Wirtschaft in kulturkritischer und einer feministischen (Re)Produktionsperspektive spielen und wie sie zusammenwirken. In diesem Seminar werden wir einige solche  grundlegende, durchaus widerstreitende Strömungen in einen gesellschaftstheoretischen Kontext stelle, um sie auf ihre Anwendbarkeit hin zu prüfen.

zu erbringende Leistung:

  • Sitzungsvorbereitung mit Beantwortung von Fragen (eine Sitzung)
  • Präsentationsfeedback für eine Sitzung
  • Sitzungsgestaltung und/oder Abschlusspräsentation

schriftliche Prüfungsleistung: Hausarbeit (8-12 Seiten)

Literatur:

  • Adler, Frank/Ulricht Schachtschneider (2010) Hg. Green New Deal, Suffizienz oder Ökosozialismus? Konzepte für gesellschaftliche Wege aus der Ökokrise. München: oekom Verlag
  • Groß, Matthias (2011) Hg. Handbuch Umweltsoziologie. Wiesbaden: VS
  • Schmelzer, Matthias/Andrea Vetter (2019) Degrowth/Postwachstum. Hamburg: Junius

Everybody has a Body & Everybody lives Gender. Theologische Annäherungen und literarische Erkundungen zu den Fragen von Körper, Geschlecht und Religion. | 01LE17S-20202-S-DogQ4

Prof. Dr. Elke Pahud de Mortanges

Blockseminar  Freitags 13-17Uhr & Samstags 9-14Uhr

23.10., 20.11., 21.11., 27.11., 28.11., 11.12., 12.12.

Wer sind wir? Und woher wissen wir, wer wir sind? Woher beziehen wir die Grammatik und die Kategorien, um zu sagen und auszudrücken, wie wir uns erleben? „Ich war immer schon ein Mädchen“, sagt Phillip, 8 Jahre alt. Wo also sitzt das Ich, sein Geschlecht und seine Identität? Ist es uns auf den Leib geschrieben, den wir alle haben? Sitzt es dort zwischen den Beinen oder in unseren Kopf oder in den Genen oder in den Augen des Du, das uns anschaut? Und wieviele Geschlechter gibt es eigentlich? Im Rahmen dieses Seminars wollen wir schauen, was Theologie und Kirche auf diese Fragen an Antworten zu bieten haben. Und wir wollen auch Schriftsteller und bildende Künstler befragen, die diesen Gender@Trouble ins Wort und ins Bild bringen.

Frauenbilder: Die Präsenz von Frauen in den visuellen Kulturen des Alten Orients | 06LE53S-VA202108

Dr. Elisabeth Wagner-Durand

Do 12-14 Uhr

Obgleich Frauen in den verschiedensten Kulturen und Epochen des Alten Orients Einfluss auf das politische, religiöse, ökonomische sowie geistige Leben in seine Gesamtheit in ihren jeweiligen Gesellschaftskontexten nahmen, ist das historische Narrativ stark männlich geprägt. Dies steht mitunter in reziproker Verbindung mit der Darstellung von Frauen in den Quellen des Alten Orients. In diesem Zusammenhang widmet sich das Seminar schwerpunktmäßig den visuellen Kulturen. Es werden in einer diachronen Zusammenschau „Frauenbilder“ gemeinsam betrachtet und auf ihre Aussagekraft zu bestehenden Rollenbildern in den jeweiligen Gesellschaften hin analysiert. Auf diese Weise eröffnet das Seminar sowohl einen Überblick über das bestehende Quellenmaterial als auch über den visuellen Diskurs von Frauen im Alten Orient. Grundlage für die Diskussion bilden gemeinsam zu diskutierende, theoretische Texte zur Genderthematik sowohl generell als auch spezifisch auf den Alten Orient bezogen.

Bitte melden Sie sich bei dem Ilias-Kurs unter dem folgenden Link an. Der Ilias-Kurs stellt die virtuelle Plattform, den virtuellen Lehr- und Lernraum des Seminars dar.

https://ilias.uni-freiburg.de/goto.php?target=crs_1767475&client_id=unifreiburg

Zu erbringende Leistung:

Hausarbeit im Umfang von 8-10 Seiten (nicht eingerechnet Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Abbildungen)
Abgabe: 28.2.2021

Suffering in Silence? Women in the Canterbury Tales and Patience Agbabi’s Telling Tales | 05LE02S-WS2006

Prof. Dr. Eva von Contzen

Di 12-14 Uhr

Bitte beachten Sie zum Belegverfahren die unter www.anglistik.uni-freiburg.de/belegverfahren bereitgestellten Informationen.

Geoffrey Chaucer’s Canterbury Tales (ca. 1400) feature a number of stories in which women are subjected to extreme suffering and violence. How can we make sense of these texts? Putting special emphasis on questions of gender and power relations as well as on literary and cultural contexts, we will read and discuss the Man of Law’s Tale, the Clerk’s Tale, the Physician’s Tale, and the Second Nun’s Tale, first in Chaucer, then in Agbabi’s 2014 re-interpretation of the Canterbury Tales. In Telling Tales, Agbabi reimagines Chaucer’s tales for a 21st-century audience and puts a spin also on gender relations and the roles of women.

Zu erbringende Prüfungsleistung              

Reading/writing assignments

Final term paper (due March 31, 2021)

Geschlechterordnung im Sport | 03LE43S-99SOC012 | Veranstaltung

Michaela Werkmann

Mo 19.10. 12:15-13:15 (Einzeltermin)
Mo 14-16 Uhr (wöchentlich)

Belegung der Lehrveranstaltung bis 28.10. auf HisInOne!!

Inhalte

Die Kategorie Geschlecht dient im Sport – nach wie vor und wie in kaum einem anderen gesellschaftlichen Bereich – als soziales Ordnungsmuster. Aufgrund des starken Körperfokus im Sport werden hier zugeschriebene Merkmale von Geschlecht vor allem durch naturgegebene Voraussetzungen begründet und damit die zwei – im Sportsystem vorgesehenen – Geschlechter als natürlich ungleich differenziert. Die vermeintlich biologisch begründete „Geschlechterordnung im Sport“ zeigt auf verschiedenste Weise, so z.B. in der Einordnung von Sportarten in Männersport und Frauensport, in der Separation in geschlechtshomogenen Wettbewerben und in geschlechtermodifizierten Regelwerken. Sie tritt aber auch in einer geschlechterdifferenzierenden medialen Berichterstattung oder der Marginalität von Frauen in Führungspositionen hervor.

Im Seminar wird die „Geschlechterordnung im Sport“ aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive beleuchtet. Basierend auf einem sozialkonstruktivistischen Theoriezugang, werden geschlechterdifferenzierende Interaktionen und Strukturen im Sport analysiert und reflektiert.

Basisliteratur:

Hartmann-Tews, I. & Rulofs, B. (2010). Sport. Analyse der Mikro- und Makrostrukturen sozialer Ungleichheit. In R. Becker & B. Kortendiek (Hrsg.). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorien, Methoden, Empirie (S. 686-691).

Hartmann-Tews, I. (2008). Geschlechterordnung im Sport. In K. Weis, R. Gugutzer & A. Abraham (Hrsg.), Handbuch Sportsoziologie (S. 179-188). Schorndorf: Hofmann.

Eine ausführliche Literaturliste wird in der ersten Sitzung ausgehändigt.

18th Century Women Poets | 05LE02S-WS2013

Dr. Anne Rüggemeier

Mo 10-12

Belegung der Lehrveranstaltung 24.10.-25.10.20 auf HisInOne !!

(via Zoom - Participants will receive an e-mail informing them about access data in October)

Until the 1980s, very few poems by 18th century women poets appeared in anthologies or on university syllabuses. This only changed with the advent of feminist criticism and scholarship, which made it their task to rediscover the female poets, who had disappeared from view. As Paula Backscheider has shown, the knowledge of these women's poetry is necessary for an accurate and nuanced literary history. Unfortunately, these texts and their writers are still hardly known among students of English.

This is why this seminar undertakes a first introduction to the writing and careers of 18th century women poets. As we investigate poems written by women such as Anne Finch, Countess of Winchilsea, Ann Yearsley, Mary Barber and Laetitia Pilkington, you will learn a lot about the world of women in 18th century England. Additionally, we will explore the forms in which women wrote and find out to which use they put major poetic genres and traditions.

Zu erbringende Prüfungsleistung               

Final term paper (due 31 March 2021)

Literatur                    

Please buy: Roger Lonsdale (ed.), Eighteenth-Century Women Poets (Oxford University Press, 2009).

Additional texts will be made accessible.

Mutter, Diva, Hure. Modellierungen von Weiblichkeit in der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts | 05LE38S-MuDiHu

Max. 3 Plätze für Studierende der Gender Studies
bei Interesse wendet euch bitte an gender@uni-freiburg.de

Prof. Dr. Judith Frömmer

Di 10-12 Uhr

Im post-revolutionären Frankreich wird die Literatur und insbesondere der Roman zum Experimentierfeld für unterschiedliche Entwürfe von Weiblichkeit, wie sie sich nicht zuletzt aus der Konfrontation verschiedener Gesellschaftsformen und sozialer Gruppen ergeben. Scheint die Rolle der Frau unter bürgerlichen Vorzeichen einerseits auf die der Ehefrau und Mutter festgeschrieben zu werden, so inszeniert die Literatur zwischen bürgerlicher Republik, Restauration und Second Empire ein sehr viel komplexeres und facettenreicheres Bild der Geschlechterverhältnisse zwischen patriarchalischer Repression und kultureller Emanzipation. Neben ausgewählter theoretischer Literatur (z. B. Freud, Schor, Vinken) werden im Seminar die folgenden Romane und Gedichte behandelt: Stendhal, Le Rouge et le Noir Flaubert, Madame Bovary Hugo, „Elle était déchaussée“ (Contemplations I,21) Baudelaire, „Une charogne“ und „A une passante“ (Les Fleurs du mal XXVII und XCIII) Zola, Nana Maupassant, Une vie Rodenbach, Bruges-la-morte Die Texte sind in verschiedenen Ausgaben zugänglich müssen vor Semesterbeginn gelesen sein. Ihre Kenntnis wird im Laufe des Semesters durch mehrere Tests (Studienleistung!) überprüft.

Die Lehrveranstaltung findet im online-Modus statt. Die Modalitäten werden (in Abhängigkeit von der Teilnehmerzahl und den technischen Voraussetzungen) im Rahmen der ersten vorbereitenden Sitzung am 3. November 2020 von 10 Uhr bis 12 Uhr abgesprochen.

Technische Informationen dazu erhalten Sie zeitnah per Email.

Vergessen wir nicht: den Körper | 05LE54S-224

Dr. Harald Hillgärtner

Mo 10-12 Uhr

Im Zuge der Debatte um die neuen Medien in den 1990er Jahren etablierte sich die Vorstellung, dass dem Körper kein Ort mehr innerhalb der digitalen Sphäre zukomme. Stattdessen werde Körperlichkeit obsolet. Vilém Flusser etwa brachte das Verschwinden der Körper in Verbindung mit der Vorstellung einer neuen Unbedingtheit. Vor diesem Hintergrund wähnten sich das Theater und der Film in Verbindung mit dem sozialen Ort des Kinos als residuale Orte von Körper bzw. einer körperlichen Wahrnehmung.

Ausgehend von diesem inzwischen selbst obsolet gewordenen Diskurs soll sich das Seminar das Ziel setzen, der Körperlichkeit in den neuen Medien nachzuspüren. Statt von seinem Verschwinden soll das Seminar einer vermuteten Restituierung des Körpers innerhalb der neuen Medien nachgehen. Um dies leisten zu können, soll seiner Rolle in den anderen Medien, im Fernsehen, im Film, im Theater oder in der Literatur nachgespürt werden. Dies geschieht nicht zuletzt mit der Hoffnung, hierüber ein Differenzkriterium zu gewinnen, das dazu dienen kann, sowohl intermediale Bezüge als auch eventuelle Spezifika der Einzelmedien zu identifizieren.

Vorlesung zu Gender in den Technik-, Natur-, und Medizinwissenschaften mit Lektürekurs

Bitte beachtet die angegebenen Belegungszeiträume auf HISinOne. Diese können je nach  Fach variieren.


Vorlesung findet nur im Sommersemester statt.


Masterseminare zu Gender in den Technik-, Natur-, und Medizinwissenschaften


Gender und Sprache | 03LE19S-ID271507

Prof. Dr. Evelyn Ferstl

Mo 16-18 Uhr

N.N.

Geschlechtergleichheit in MINT | 11LE13S7320b-MB

Prof. Dr. Anelis Kaiser Trujillo
Elena Abalos Marco

This is a block course that will take place from February 8th to February 11th, 2021. There is a mandatory introduction on Friday, November 6th (2020) at 8.15h - 9.45h.

Weibliches vs. männliches Gehirn? : Wie die Neurowissenschaft Geschlecht untersucht | 11LE13S-7320a-MB

Prof. Dr. Anelis Kaiser Trujillo
Elena Abalos Marco

Di 12-14 Uhr - online

Dieses Seminar konzentriert sich auf die Untersuchung der Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen von MINT. Zunächst untersuchen wir, wie und ob Fragen der Gleichstellung der Geschlechter in unseren eigenen Bereichen des Studiums und der Forschung eine Rolle spielen. Wir werden uns der Frage stellen, warum wir immer noch der Unterrepräsentation von Mädchen und Frauen in den Bereichen Naturwissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik gegenüberstehen. Wir werden eingehend ausgewählte Publikationen aus Soziologie, Geschichte, Gender Studies und Technologiewissenschaften durchgehen, um die Gründe und Herausforderungen nicht nur der Geschlechterungleichheit in MINT zu verstehen, sondern auch der Ungleichheiten, die Diversity insgesamt betreffen. Wir werden zum Beispiel die "Intersektion" von Geschlecht, Ethnie und kulturellen Grenzen in der Informatik diskutieren. Schließlich werden wir uns auch mit Fragen zu den Auswirkungen befassen, die auf die Erhöhung der MINT-Beteiligung von Frauen abzielen.


Seminar zu Gendermainstreaming in gendersensitiven Berufsfeldern

Bitte beachtet die angegebenen Belegungszeiträume auf HISinOne. Diese können je nach Fach variieren.


Findet nur im Sommer statt.

Vorlesungsreihe „Freiburger GeschlechterStudien" mit Begleitseminar


Verschränkte Ungleichheiten in historischer Perspektive. Eine Ringvorlesung, organisiert durch den akademischen Mittelbau | 06LE11V-2020218

Belegungszeitraum 02.11.2020 bis 27.11.2020

Digitale Lehre:
Die Vorträge werden jeweils wöchentlich über ILIAS zur Verfügung gestellt. Die Diskussionen finden synchron über einen Online-Client statt. Die Zugangsdaten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Soziale Ungleichheiten sind ein zentrales Thema der Geschichtswissenschaft. Doch häufig werden sie unabhängig voneinander – etwa als Ständeunterschiede, Religionskonflikte, Geschlechterverhältnisse oder kolonialer Rassismus – und weniger in ihren konkreten Konstellationen und Kombinationen untersucht. Differenzen innerhalb verschiedener Gruppierungen – etwa zwischen Frauen verschiedener Hautfarbe, Religion, Klasse, Sexualität und Körper – und die damit verbundenen spezifischen Ausschluss-, Benachteiligungs- und Privilegierungsmechanismen geraten so in den Hintergrund.

Die isolierte Betrachtungsweise des „All the Women Are White, All the Blacks Are Men,“ wurde bereits 1851 von Sojourner Truth in ihrer berühmt gewordenen Rede „Ain’t I a woman“ angeprangert. Spätestens seit Kimberlé Crenshaws 1989 erschienenem Aufsatz wird die Verschränkung von race, class, gender etc. unter dem Label Intersektionalität verhandelt. In dieser Ringvorlesung gehen Historiker*innen und Wissenschaftler*innen angrenzender Fächer schlaglichtartig dem Wandel und der Diversität sozialer Ungleichheiten in ihren jeweiligen Verschränkungen nach. Mit einem breiten Spektrum an politik-, sozial-, wirtschafts- und kulturgeschichtlichen Perspektiven diskutieren und vergleichen die Vortragenden unterschiedliche Epochen und Weltregionen und fragen, wie Kategorien wie Stand, Glaube, Sprache, Nationalität, dis/ability etc. Identitäten, Diskurse, Institutionen und deren Zusammenhang strukturierten. So können spezifische Konstellationen von Ungleichheit aufgedeckt und der kritische Blick für Gegenwartsdiagnosen geschärft werden.

Die Vorlesung schließt mit einer Klausur am 15.02.2021.

Literatur:

Bähr, Matthias/Florian Kühnel, Florian (2018): Verschränkte Ungleichheit. Praktiken der Intersektionalität in der Frühen Neuzeit (Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte, Bd. 56), Berlin: Duncker & Humblot.

Bell-Scott, Patricia/Akasha Hull/Barbara Smith (1993): All the Women Are White, All the Blacks Are Men, But Some Of Us Are Brave. Black Women's Studies, New York et al.: Feminist Press.

Crenshaw, Kimberlé (1989): Demarginalizing the Intersection of Race and Sex. A Black Feminist Critique of Antidiscrimination Doctrine, Feminist Theory and Antiracist Politics, in: University of Chicago Legal Forum 139, pp. 139–168.

Lingelbach, Gabriele/Anne Waldschmidt (2016) (Hg.): Kontinuitäten, Zäsuren, Brüche? Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Zeitgeschichte, Frankfurt;

New York: Campus.

Winker, Gabriele/Nina Degele (2011): Intersektionalität als Beitrag zu einer gesellschaftstheoretisch informierten Ungleichheitsforschung, in: Berliner Journal für Soziologie 21, S. 69–90.

 

ILIAS-Kurspasswort: Verschränkte Ungleichheiten


Forschungskolloquium


Forschungskolloquium Gender Studies / Research Seminar Gender Studies | 11LE13K-1331

Donnerstags, 10:15 - 11:45 Uhr

In diesem Kolloquium werden Master-Studierende über laufende Forschungsprojekte (Konzept und Methoden sowie Ergebnisse) berichten und die Gelegenheit haben, ihre Arbeit kritisch und konstruktiv zu diskutieren. Es ist angedacht, dass auch geladene Forschende oder Mitarbeitende des ZAGs ihre aktuelle Forschung präsentieren.

Forschungskolloquium 

Bitte beachtet die angegebenen Belegungszeiträume auf HISinOne. Diese können je nach  Fach variieren.


Forschungskolloquium Gender Studies / Research Seminar Gender Studies | 11LE13K-1331

Donnerstag, 10:15-11:45

In diesem Kolloquium werden Master-Studierende über laufende Forschungsprojekte (Konzept und Methoden sowie Ergebnisse) berichten und die Gelegenheit haben, ihre Arbeit kritisch und konstruktiv zu diskutieren. Es ist angedacht, dass auch geladene Forschende oder Mitarbeitende des ZAGs ihre aktuelle Forschung präsentieren.


Forschungsorientiertes Studienprojekt

Es ist selbständig ein Studienprojekt (z.B. empirische Studie, Feldforschung, Projekt in einer Einrichtung, die in einem für das Fach Gender Studies relevanten Bereich tätig ist) zu entwickeln und in
Absprache mit den zuständigen Lehrenden zu planen, durchzuführen und auszuwerten.
Die Anerkennung des Studienprojekts setzt voraus, dass es von dem zuständigen Fachvertreter bzw.
der zuständigen Fachvertreterin vorher genehmigt wurde und der bzw. die Studierende einen wissenschaftlichen Projektbericht in schriftlicher Form vorlegt

oder

Aktive Teilnahme an einem Symposium mit Bericht/
Konzeption eines Symposiums mit Bericht

Mitwirkung bei einer Lehrveranstaltung/
Durchführung einer Lehrveranstaltung

Der bzw. die Studierende vereinbart mit dem zuständigen Fachvertreter bzw. der zuständigen Fachvertreterin, bei welcher Lehrveranstaltung er bzw. sie mitwirkt bzw. welche Lehrveranstaltung er bzw. sie durchführt und welche Leistungen er bzw. sie hierbei erbringt.

Exceptional Women – Female* Identity in Graphic Novels and Comics | 05LE02S-WS2024

Sarah Busch

Mi 10-12

Bitte beachten Sie zum Belegverfahren die unter www.anglistik.uni-freiburg.de/belegverfahren bereitgestellten Informationen.

The Graphic Novel is a literary genre where female* characters and authors have had to fight for their place ever since it emerged. By now, female* heroes and their stories have become central to the genre as they tell their stories to make their voices heard. In the seminar, we’ll explore their complex identities –from the forgotten Victorian scientist Ada Lovelace all the way to the famous Wonder Woman. Also, we will discuss how ethnicity, gender, or sexual orientation, influence one’s identity. In addition to this content-analysis, we will also consider formal features like different drawing styles, colour and framing to interpret the interplay of literary form and content.

zu erbringende Leistung:

  • Class participation
  • Short presentations (5-10 min)
  • Short writing tasks over the course of the semester

Literatur:

  • Krimstein, Ken. The Three Escapes of Hannah Arendt, Bloomsbury, 2018.
  • Padua, Sydney. The Thrilling Adventures of Lovelace and Babbage: The (Mostly) True Story of the First Computer, Particular Books, 2015.
  • Bechdel, Alison. Fun Home, Jonathan Cape, 2006.
  • Rucka, Greg & J. G. Jones. Wonder Woman: The Hiketeia, 2002.
  • Hescher, Achim. Reading Graphic Novels, De Gruyter, 2016.
Any editions of the texts are acceptable. Short excerpts from theoretical texts will be made available at the beginning of term.