Aktuelle Lehrveranstaltungen Wintersemester 2022

Für einen besseren Überblick und damit ihr das jeweilige Kurspensum besser einschätzen könnt, nochmal der Hinweis: 1 ECTS umfasst ca. 30 Arbeitsstunden.

Beachtet, dass die Veranstaltungen je nach Fakultät unterschiedliche Anmeldezeiträume haben. Diese findet ihr auf HISinOne, wenn sie hier nicht vermerkt sind. Solltet ihr Probleme bei der Anmeldung haben, wendet euch am besten direkt an die jeweiligen Dozierenden.

Angaben zur Veranstaltungsform finden sich auf HISinOne. Es werden einige Veranstaltungen hybrid oder online angeboten. Aktuelle Informationen zur Hygieneverordnung der Uni finden sich hier.

Die Kurse des ZAG werden als hybride Veranstaltungen geplant. Es wird darum gebeten, sich am Anfang des Semesters zu entscheiden, ob die jeweiligen Veranstaltungen online oder in Präsenz besucht werden. Es handelt sich hierbei um folgende Kurse: das Theorien-Seminar, die Ringvorlesung zu Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse, das Kolloquium & das MA Seminar Dive in von Marion Mangelsdorf

Informationen zum Corona-Virus und Links zu verschiedenen Informations- und Hilfeseiten finden sich hier auf unserer Homepage.

Vorlesung zur Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse mit Lektürekurs


verschiedene Dozierende aus dem Lehrverbund

Die Veranstaltung wird als Hybridveranstaltung angeboten. Es wird darum gebeten, sich vorab zu entscheiden, ob die Teilnahme über das Semester online oder in Präsenz erfolgt.

Mo 16-18 Uhr

Datum Person Titel
18.10. Marion Mangelsdorf Einführung in die Freiburger Geschlechterforschung
25.10. Nina Degele Geschlecht als soziologische Analysenkategorie
08.11. Beate Rosenzweig Politikwissenschaftliche Perspektiven der Gender Studies
15.11. Michaela Werkmann Genderbezogene Perspektiven in den Sportwissenschaften
29.11. Barbara Sieferle Strafvollzug und Heteronormativität. Queere Perspektiven auf Geschlechtlichkeit und Sexualität hinter Gittern.
06.12 Joachim Grage Transgender in der skandinavischen Kinder- und Jugendliteratur
13.12. Stephanie Bender & Mareike Zobel Posthumanism and Gender
20.12. Anna Sator  Gender und Geschichte
10.01. Elke Pahud de Mortanges Theologie - Titel folgt
17.01. Wertje Willms Männlichkeitskonzepten in der Jugendliteratur des 19. Jahrhunderts - intersektional
18.01.
Extratermin
!!DIENSTAG!!
Judith Schlehe Einführung in die ethnologische Geschlechterforschung
24.01. Marion Mangelsdorf Maritime Anthropologie - Aquafeminismus
31.01.
Andreas Plackinger Faszinosum, Skandalon, Projektionsfläche: Zu Geschichte und Rezeption der Venus von Urbino von Tizian vor dem Zeitalter der Photographie
01.02. Nicole Falkenhayner Feminism and Posthumanism / Feminismus und Posthumanismus
07.02. Marion Mangelsdorf mündliche Prüfung

Masterseminare zu Geschlechterkonstruktionen

Eine Belegung über das HISinOne-Belegsystem ist, wenn nicht abweichend in der Seminarbeschreibung angegeben, erforderlich!

Bitte beachtet die angegebenen Belegungszeiträume auf HISinOne. Diese können je nach Fach variieren. Wenn kein Belegzeitraum angegeben ist wendet euch bitte an die jeweilige Studiengangskoordination des Faches (nicht ans ZAG), die können euch weiterhelfen!


Dive in – More-than-Human Bodies
Teil 2 vom Seminar posthuman & immersiv” aus dem SoSe 2021 –

Dr.’in Marion Mangelsdorf, Kiran Hug & Phillip Stöcks

mittwochs 10-14 Uhr

Die Veranstaltung wird als Hybridveranstaltung angeboten. Es wird darum gebeten, sich vorab zu entscheiden, ob die Teilnahme über das Semester online oder in Präsenz erfolgt.

In Bodies of Water (2017) schreibt die Aquafeminist:in Astrida Neimanis: “With a drop of cliché, I could remind you that our human bodies are at least two-thirds water, but more interesting than these ontological maths is what this water does (…) Bodies of water undo the idea that bodies are necessarily or only human (…) the human is always also more-than-human.” (Neimais 2017: 2)
Was bedeutet es in diese sowohl materiellen wie konzeptuellen Gedanken und die verwundeten Meereswelten und instabilen Wasserkreisläufe einzutauchen, die in und um uns zirkulieren?
Bereits im Sommersemester 2021 fand ein Seminar zum Thema posthuman und immersiv am Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) statt, das sich mit Astrida Neimanis, Fragen der Immersion und Verkörperungen mehr-als-menschlicher Akteur:innen befasste.
Doch auch ohne diese Vorkenntnisse ist es möglich, sich im Wintersemester an der diesmal stärker praxisorientierten Lehrveranstaltung zu beteiligen. Gemeinsam mit Praxispartner:innen nähern wir uns über die reine Theorie hinaus posthumanistischen Herausforderungen an. Das Seminar bietet somit die Möglichkeit grundlegende leibphänomenologisch-philosophische Gedanken zur Anwendung zu bringen. Diese Anwendung erfährt hierbei eine besondere Wertschätzung, da die Überlegungen der studentischen Gruppen direkt in die Arbeit der Praxispartner:innen einfließen werden. Wir werden in Austausch kommen mit:

Im Seminar wird dabei ein Fokus auf problemzentriertes Lernen und Arbeiten gelegt. Dabei erhalten die Student:innen von den obigen Partner:innen Fragestellung aus deren Arbeit. Diese Fragestellungen werden die Grundlage für Gruppenarbeiten während des Seminarverlaufs bilden, in welchen die Studierenden von den Dozent:innen und anderen Expert:innen begleitet werden.

Das Seminar beginnt mit einer theoretischen Einführung (Woche 1 und 2). In Woche 3 und 4 werden die Studierenden bereits Gruppen bilden und in die Kooperation mit den jeweiligen Praxispartner:innen treten. Die Arbeit während des Semesters wird sich dabei an den Arbeitsschritten des Problem-Based-Learnings (PBL) orientieren. Zuerst wird hierbei das Praxisproblem kritisch analysiert und mit den Praxispartner:innen diskutiert.

In der anschließenden Forschungsphase werden dann auf kreative und innovative Weise Lösungen für das Problem gefunden. Hierbei kommen Methoden wie das Brainstorming sowie von den Studierenden ausgewählte Forschungsmethoden zum Einsatz.

Am Ende des Seminars werden die Lösungen der Gruppe und den Praxispartner:innen vorgestellt.

Anrechenbarkeit

Das Seminar steht Studierenden verschiedener Studiengänge offen. Studierende der Gender Studies können das Seminar je nach Schwerpunkt anrechnen lassen als

  • Masterseminar zu Geschlechterkonstruktionen oder
  • Masterseminar zu Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften
  • Forschungsorientiertes Studienprojekt

Bei Fragen bitte direkt wenden an: marion.mangelsdorf@mail.uni-freiburg.de. Sprechstunden sind buchbar unter: https://www.zag.uni-freiburg.de/gender-studies/lehrende/marion-mangelsdorf/sprechstunde/).

Bitte beachten: Mit dem in einer Gruppe erarbeiteten Dokument für die Praxispartner:innen und der Endpräsentation ist ein erster, wesentlicher Part der Leistungen für das Seminar während des Semesters erbracht! Studierende, die das Seminar mit 10 ECTS als Masterseminar oder 8 ECTS als forschungsorientiertes Studienprojekt anrechnen lassen möchten, ist darüber hinaus ein 5-7-seitiger Reflexionsbericht gefragt, der die Praxiserfahrung mit theoretischen Überlegungen verbindet. Bei Studierende aus anderen Studiengängen, die weniger ECTS anrechnen lassen möchten, ist der erste Part ausreichend.

KUGG - Klima-, Umwelt-, Generationen-Gerechtigkeit | 06LE42S-20212206

Prof. Dr. Nina Degele

Mi 16-18Uhr

Für das Wintersemester 2021/22 planen wir den Studienbetrieb so weit es möglich sein wird in Präsenz. Der Situation im Herbst können wir selbstverständlich nicht vorgreifen, gleichwohl hoffen wir alle sehr darauf, Sie face-to-face begrüßen und die Lehrveranstaltung vor Ort abhalten zu können.

Spätestens seit der Erklärung der Verfassungswidrigkeit des Klimaschutzgesetzes durch das Bundesverfassungsgerichts im Frühjahr 2021 ist klar, dass Umwelt- und Klimagerechtigkeit im Sinne „intertemporaler Freiheitssicherung“ faktisch Verfassungsrang erlangt hat: Es sei unzulässig, „die nach dem Pariser Klimaschutzabkommen notwendigen CO2-Reduktionen weitgehend in die Zukunft zu verlagern, um die Gegenwart mit politisch mutmaßlich unbequemen, drastischen Maßnahmen zu verschonen.“ (Wefing 2021) Mit anderen Worten geht es um Freiheitsrechte der nächsten Generation, auch noch nach 2030 CO2 emittieren zu dürfen. Damit hat auch die sozialwissenschaftliche Gerechtigkeitsforschung ihr Thema: welche gesellschaftlichen Einstellungen, Motiven, Wahrnehmungen und Positionierungen zu Gerechtigkeit rund um Umwelt und Klima lassen sich beobachten? Dies werden wir in diesem Seminar rund um Konzepte zu Gerechtigkeit, Privilegien, Nachhaltigkeit und Klimawandel unternehmen. Dabei spielen intersektionale Aspekte Gendergerechtigkeit, Postkolonialismus, (fossiler) Kapitalismus wie auch Generationengerechtigkeit eine zentrale Rolle. Mögliche Vertiefungs- und Anwendungsthemen sind Postwachstumsgesellschaft, Konvivialismus und Solidarität, Fridays for Future, ökologische Korrektheit oder auch reale Utopien rund um terranes oder veganes Leben.

Literatur:

Brunnengräber, Achim/Kristina Dietz (2016) Klimagerechtigkeit. in: Sybille Bauriedl (Hg.) Wörterbuch Klimadebatte. Transcript, Bielefeld 2016. 157-163
Gesang, Bernward (2017) Klimaethik. in: bpb Bundeszentrale für politische Bildung, 9.10.2017, https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/257690/klimaethik
König, Elias (2021) Klimagerechtigkeit. Warum wir eine sozial-ökologische Revolution brauchen. Münster: Unrast
Leist, Anton (2011) Klimagerechtigkeit. in: Information Philosophie 5, https://www.information-philosophie.de/?a=1&t=5734&n=2
Wefing, Heinrich (2021) Daran kommt niemand mehr vorbei. In: ZEIT ONLINE, 29.4.2021, https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-04/bundesverfassungsgericht-klimaschutzgesetz-justiz-urteil-klimaklage-freiheitsrechte-einschraenkung, letzter Zugriff: 17.07.2021

Vom Drunter und Drüber. Zur Inszenierung des Selbst zwischen Kultur, Religion und Geschlecht. | 01LE17S-20212-S-DogQ4

Prof. Dr. Elke Pahud de Mortanges

Blockseminar  Freitags 13-17Uhr & Samstags 9-12Uhr

22.10., 5.11., 6.11., 26.11., 27.11., 17.12., 18.12.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung wollen wir den alltagskulturellen Inszenierungen unseres Selbst nachgehen. Wir  schauen, wie und namentlich welche Vorstellungen von Geschlecht, Kultur, Religion und Gesellschaft sich in dem, wie wir uns über  Kleidung selber zeigen, wirksam sind. Wir wollen schauen, welche unausgesprochenen und unhinterfragten Konventionen und Codes dabei im Spiel sind, wenn wir uns selber als die entwerfen, die wir sein wollen. Mit einem konsequent empirischen Blick auf das doing gender als dressing gender – also auf das Zusammenspiel von Kleidungs- und Geschlechterpraxen – wollen wir dem Wandel ebenso nachspüren wie den Konstanten, die über Jahrhunderte die Selbstinszenierungen des Selbst prägten und prägen.

Mediengeschichte als Affektgeschichte | 05LE54S-265

Bettina Papenburg

Mittwoch 14-18Uhr

Affekt – eine spürbare Intensität, die Atmosphäre in einem Raum – wird unterhalb der Wahrnehmungsschwelle übertragen und schlägt sich als körperliche Anspannung und Entspannung nieder. Affekte sind unwillkürlich, nicht bewusst, ansteckend und bis zu einem gewissen Grade automatisch. Daher steht der Affekt in einem Spannungsverhältnis zur Konzeption des rationalen Subjekts, der klar abgegrenzten Einheit des in sich selbst abgeschlossenen Individuums, das seit Jahrhunderten als der einzig fähige Akteur des kritischen Denkens begriffen wurde. Im Gegensatz dazu verweisen die Arbeitsweisen des Affekts auf Verbundenheit, Interaktion und Interdependenz.

Im Seminar gehen wir in gemeinsamen Lektüren den übergreifenden Fragen nach, wie sich Theorien des Affekts, des Gefühls und der Emotion seit der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart gewandelt haben und wie das Verhältnis von Affekt und Vernunft über die Jahrhunderte hinweg entworfen und entwickelt wurde. Unsere Lektüren führen uns von der Einsicht des frühneuzeitlichen Philosophen Baruch Spinoza, dass Affekte unser geistiges und körperliches Vermögen vermindern und erweitern, den Forschungen zum Affektausdruck bei Mensch und Tier, wie sie der britische Naturforscher Charles Darwin im neunzehnten Jahrhundert betrieb, über die „Pathosformel“ Aby Warburgs als Synonym für die Ausdrucksgebärden der bildenden Kunst und das Basic Emotions paradigm, wie es die kognitive Psychologie entwickelt hat, bis hin zu queer-feministischen Affektpolitiken.

Medien wie Kunstwerke, wissenschaftliche Bilder, Filme, Fernsehserien und Webseiten sprechen uns nicht allein kognitiv an, sondern involvieren uns zudem ganz gezielt als fühlende, leibliche Wesen. Über den Einbezug ausgewählter historischer und aktueller Forschungsbeispiele erkunden wir, wie der gezielte Gebrauch von den jeweiligen zeitgenössischen Medien die diskutierten affekttheoretische Positionen (etwa der Fotografie in Darwins The Expression of the Emotions in Man and Animals) untermauert. Wir setzen uns zudem mit der Frage auseinander, wie historisch ältere Theoriepositionen die ästhetische Erfahrung von aktuellen Gegenständen der digitalen Medienkultur zu erhellen vermögen.

Das Seminar findet online über Zoom statt. Studierende erhalten vor der ersten Sitzung von der Dozentin eine Einladung mit den Einwahldaten. 
Lernziele:
Sie können...
... die Inhalte grundlegender deutsch- und englischsprachiger Fachliteratur zu Theorien des Affekts, des Gefühls und der Emotion wiedergeben, auf ausgewählte Gegenstände der Medienkulturwissenschaft anwenden und kritisch bewerten.
... eigene Forschungsfragen und Thesen darstellen, diskutieren und evaluieren.
...geeignete Forschungsbeispiele auswählen und fachgerecht beschreiben, analysieren und interpretieren.
... Filme mit filmischen Mitteln kommentieren (falls Sie ein Videoessay anfertigen).
... Präsentations- und Moderationstechniken im virtuellen Klassenzimmer anwenden.

zu erbringende Leistung:
10 ECTS: eine mündliche Präsentation im virtuellen Klassenzimmer (10–15 Minuten) und Präsentation eines Videoessays (3–4 Minuten), plus Verfassen einer Hausarbeit (max. 3500 Wörter; Abgabe am 01.03.2022).

Diese Veranstaltung ist als Prüfungsleistung (PL) NICHT abmeldbar (nähere Informationen zur Abmeldung von Prüfungsleistungen unter: http://www.geko.uni-freiburg.de/allginfo/pruefungsabmeldung).

Literatur:
Seigworth, Gregory J. und Melissa Gregg. „An Inventory of Shimmers”. In The Affect Theory Reader, hg. v. dens., 1–25. Durham und London: Duke University Press, 2010.

Klima / Trauer. Affektpolitik und Naturverhältnis im Wandel | 05LE54S-269

Lydia Kray

Fr         17.12. 10-12 Uhr
Sa&So 15.01.-16.01. 9-16 Uhr
Sa&So 22.01.-23.01. 9-16 Uhr

Im Seminar möchte ich gemeinsam mit den Studierenden Begriffe, Affektpolitiken und Beziehungsweisen untersuchen, die die Klimakatastrophe zeitigt. Dabei sollen theoretische und literarische und mediale Perspektiven auf Umweltverhältnisse vorgestellt und diskutiert werden. Dabei soll Timothy Mortons These des „Hyperobjekts“ Klimawandel zentral gesetzt werden, die besagt, dass der Klimawandel zwar ein konkretes Objekt ist, wir uns jedoch in diesem Objekt befinden und es niemals vollständig wahrnehmen können, obwohl es bestimmend für unsere Umweltwahrnehmung wird. Ähnlich wie Affekte von Trauer und Verlust ist der Klimawandel, so die These, ein in den Alltag eindringendes und (ein-)dringliches Etwas, dass bestimmend und beherrschend wirkt. Im Seminar soll diese Linie anhand von verschiedenen literarischen Beispielen (Dillard, Voung, Yangihara) nachvollzogen werden, wobei der Fokus auf postkolonialen, feministischen und queeren Perspektiven auf Klima liegt (Haraway, Kapua’ala Sproat) . Diese sollen im letzten Schritt des Seminars die Folie für eine angewandte Kritik auf die Universalität von Mortons Theorie dienen, um den Blick für situierte Perspektiven zu öffnen:
Anhand von indigenen und feministischen Positionen sollen Kritiken entwickelt und veranschaulicht werden, die es ermöglichen, Oppositionen nicht nur von Natur und Gesellschaft zu hinterfragen, sondern auch die Diversität von Positionen innerhalb von Klimaaffektpolitiken aufzuzeigen und diese mittels medienwissenschaftlicher Perspektiven aufarbeiten.

Literatur (Theoretisch):
Timothy Morton – Hyperobjects Philosophy and Ecology After the End of the World (Posthumanities, Band 27) (2013)

Donna Haraway – Staying with the trouble (2016)

D. Kapua’ala Sproat, “An Indigenous People’s Right to Environmental Self-Determination: Native Hawaiians and the Struggle Against Climate Change Devastation,” in Stanford Environmental Law Journal, 2016

Literatur (jeweils Auszüge):

Annie Dillard – Pilger am Tinker Creek (2016)
Ocean Voung – Auf Erden sind wir kurz grandios (2019)
Hanya Yanagihara – Das Volk der Bäume (2019)
Nastassja Martin – An das Wilde glauben (2021)

Mode und Moderne. Debatten über Kleidung und Geschlecht in der BRD (1949-1989) 06LE11S-2021228

Vera Marstaller

Mi 14-17Uhr (R 01 014 (Wilhelmstraße 26)

Bitte meldet Euch bei Interesse vor der Anmeldung bei Vera Marstaller!

Beige Anzüge und Blue Jeans, Haarnetze und Parkas, lange Bundfaltenröcke und lila Latzhosen – Mode ist eine Projektionsfläche und Ort gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Als Spiel mit Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit wurden in Debatten über Kleidung nicht nur Geschlechterordnungen diskutiert, sondern auch andere Bereiche zeitgenössischer politischer Konflikte berührt, etwa in Bezug auf Nationalsozialismus, Kalter Krieg, Konsumgesellschaft oder feministische und postkoloniale Emanzipationsbewegungen. Anhand des Themas Kleidung werden wir im Proseminar unter Einübung geschichtswissenschaftlicher Arbeitsweisen gesellschaftlich ausgetragenen Debatten, Alltagspraktiken und Produktionsbedingungen in intersektionaler Perspektive nachgehen. Wir werden Quellen der Geschlechter– und Kulturgeschichte der Bundesrepublik kennen lernen, aber auch Masternarrative, bspw. der sogenannten Amerikanisierung und Westernisierung, kritisch überprüfen. Räumlicher Ausgangspunkt unserer Recherchen wird die Bundesrepublik sein. Doch werden wir ebenfalls die innerdeutschen, europäischen und transatlantischen Wechselbeziehungen ernst nehmen und hierüber transnationale Verflechtungen nachvollziehen.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 01.04.2022.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 14. Februar und 14. April 2022.

zu erbringende Leistung:
Aktive und regelmäßige Teilnahme und Vorbereitung inkl. regelmäßiger Lektüre, Sitzungsgestaltung, kleinere Aufgaben während des Semesters, zwei Essays, Präsentation des Konzepts für die Hausarbeit im Plenum, Abgabe eines Exposés zur Hausarbeit/mündlichen Prüfung. Für Masterstudierende der Gender Studies, die 10 ECTS benötigen, wird eine umfangreichere Hausarbeit (20-25Seiten) erwartet.

Literatur:
Überblicke und Einführungen: Axel Schildt/ Detlef Siegfried: Deutsche Kulturgeschichte. Die Bundesrepublik – 1945 bis zur Gegenwart, Bonn 2009 (Bundeszentrale für Politische Bildung) oder München 2009 (Hanser); Dominik Geppert: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, München 2021 (Becksche Reihe); Karin Hausen: Geschlechtergeschichte als Gesellschaftsgeschichte, Göttingen 2013; Julia Paulus, Eva–Maria Silies, Kerstin Wolff (Hg.): Zeitgeschichte als Geschlechtergeschichte. Neue Perspektiven auf die Bundesrepublik, Frankfurt/ New York 2012.

 

Rethinking Diversity - Sport(-unterricht) jenseits von Strukturkategorien | 03LE43S-99SOC014

Michaela Werkmann

Fr 15.10. 14-15Uhr Vorbesprechung Zoom
gerade Wochen Fr 14-18Uhr
Am 17.12.2021 und 14.01.2021 findet das Seminar zusätzlich im Multifunktionsraum statt.

Sportunterricht soll im Kontext von Schule explizit (sozial-)erzieherisch und entwicklungsförderlich wirken, gleichzeitig wirkt er in seinen außerschulischen Strukturen und Organisationen so, dass er soziale Ungleichheit verstärkt. Auch im Schulsport werden Möglichkeitsräume für Schüler*innen dort beschränkt, wo diese mit kategorisierenden und normierenden Wahrnehmungsprozessen konfrontiert sind. Im Seminar wollen wir mithilfe sozialkonstruktivistischer und intersektionaler Ansätze analysieren, welche Differenzkategorien (Geschlecht, Klasse, ‚Race‘, Alter, Behinderung, etc.) in welcher Weise bei der Entstehung von sozialen Ungleichheiten im Sport wechselwirken. Dabei werden wir verschiedene Handlungsfelder des Sports sowie verschiedene Körper- und Leistungsverständnisse in ihrer Verwobenheit mit vielfältigen Ungleichheitskategorien in den Blick nehmen. In einer Kombination aus Theorie-, Reflexionsphasen und Praxisworkshops, möchten wir uns damit auseinandersetzen, wie eine gerechtere Sportpraxis gestaltet und Prozesse der Differenzierung, Stigmatisierung und Stereotypisierung überwunden werden können.

Lernziele:

  • sportsoziologische (und sportpädagogische) Fachbegriffe, Konzepte und Theorien des Themenfeldes verstehen und anwenden
  • das komplexe Zusammenwirken von Strukturkategorien im Sport und resultierende Konsequenzen für Partizipation analysieren
  • Fragestellungen zu Prozessen der Differenzierung, Stereotypisierung und Stigmatisierung und Ansätze für deren Überwindung entwickeln
  • theoretisches und empirisches Wissen der (sportwissenschaftlichen) Diversitätsforschung in verschiedenen sozialen Settings und Systemen verstehen, einordnen und analysieren.
  • Informationen für die Planung von Lehrkonzepten sammeln, bewerten und verarbeiten (Theorie, didaktische Inszenierung, Spiele, Übungen)
  • eigene subjektive Theorien und Handlungsmuster analysieren und reflektieren.

 

Basisliteratur

  • Müller, M. & Steuerwald, C. (2017). Gender, race und disability. Einführende Überlegungen zur Bedeutung sozialer Zugehörigkeiten im Sport und in der (Sport-)Soziologie. In: Müller, M. & Steuerwald, C. (Hrsg.), „Gender“, „Race“ und „Disa-bility“ im Sport. Von Muhammad Ali über Oscar Pistorius bis Caster Semenya (KörperKulturen), Bielefeld: transcript, S. 243 – 282.
  • Rulofs, B & Dahmen, B. (2008). Gender und Diversity im Sport. Konkurrenz oder Verstärkung? Gender – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 2, S. 41-55.

Eine ausführliche Literaturliste wird in der ersten Sitzung ausgehändigt

„Alleinstehende Frauen“, „Freundinnen“, „Frauenliebende Frauen“ – Lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten (ca. 1920er-1960er Jahre) unter besonderer Berücksichtigung der Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus | 06LE11S-20212258

Prof. Dr. Sylvia Paletschek

Di 10-12 (14-tägig)

Bisher ist wenig bekannt über die Lebenssituationen, die Diskriminierungen und Emanzipationsbestrebungen frauenliebender Frauen in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das gilt sowohl im Vergleich zur Geschichte männlicher Homosexualität sowie zur Frauen-, Geschlechter- und Sexualitätsgeschichte, in der frauenliebende Frauen und lesbisches Begehren oft ausgeblendet wurden. Werden frauenliebende Frauen einmal erforscht,
so sind es überdies zumeist räumlich die Metropolen und personal die Aktivist*innen, die in den Blick geraten. Ziel des Hauptseminars ist es, sich quellennah mit lesbischem Leben im deutschen Südwesten im Zeitraum von den 1920er bis zu den 1960er Jahren auf der Grundlage
neuer Archivbestände und einschlägiger Forschungsliteratur zu beschäftigen. Untersucht wird, wie lesbische Frauen mit den durch Politik, Recht, Gesellschaft und Wissenschaft gesetzten Normen interagierten. Um dieses Thema bearbeiten zu können, ist es zunächst jedoch
notwendig, über die Quellen- wie Analysesprache nachzudenken. Konzeptionell treten damit insbesondere Ansätze der Queer Studies und der Intersektionalität in den Fokus.

Das Seminar baut auf einem gleichnamigen, an den Universitäten Freiburg und Heidelberg angesiedelten Projekt auf und soll Geschichtsstudierende aus den beiden Universitäten zusammenführen. Zunächst werden getrennt voneinander in einem ersten Block die Studierenden in Freiburg und Heidelberg ins Thema eingeführt. Es werden jeweils Arbeitsgruppen zu verschiedenen Fragestellungen und Quellenbeständen gebildet. In gemeinsamen Blocksitzungen im Januar werden (möglichst in Präsenz, sonst online) dann die Ergebnisse präsentiert und diskutiert.

Im Seminar wechseln Plenumssitzungen und Forschungsphasen ab. Außerdem kann im Rahmen der Blockveranstaltung, die am 20./21.1. stattfindet, zusätzlich ein Exkursionsschein erworben werden. Aus diesem Grund ist die Zahl der Teilnehmer*innen auch beschränkt.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 28.03.2022.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 14. Februar und 14. April 2022.

Literatur:
Boxhammer, Ingeborg/ Leidinger, Christiane: „Lesbian like” Geschichte – Vom Wettstreit richtiger Bezeichnungen, Verdächtigungen, Lesbensex und einer Vermisstenanzeige, in: AutorInnenkollektiv Loukanikos (Hg.): History is unwritten. Linke Geschichtspolitik und kritische Wissenschaft. Münster 2015, S. 144-159; Leidinger, Christian: Lesbische Existenz 1945-1969. Aspekte der Erforschung gesellschaftlicher Ausgrenzung und Diskriminierung lesbischer Frauen mit Schwerpunkt auf Lebenssituationen, Diskriminierungs- und Emanzipationserfahrungen in der frühen Bundesrepublik. Berlin 2015, Plötz, Kirsten: Als fehle die bessere Hälfte. „Alleinstehende“ Frauen in der frühen BRD 1949-1969. Königstein/Ts. 2005.

Autorinnen im Kaiserreich 1871-1914 | 05LE10S-212310

Prof. Dr. Sabine Becker

Mi 10-13 Uhr

Am Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Wilhelminischen Kaiserreich im Kontext der bürgerlichen Frauenbewegung und im literarischen Umfeld des Naturalismus eine kritische Frauenliteratur, die sich spezifisch weiblichen Themen zuwandte: die gesellschaftliche Alltagsrealität, die fehlenden Perspektiven und Rechte ebenso wie die untergeordnete Stellung von Frauen, aber auch die Perspektive auf neue weibliche Lebensentwürfe spielen in ihr eine zentrale Rolle. Jenseits einer realitätsfernen Unterhaltungsliteratur etablierten Autorinnen wie Hedwig Dohm, Helene Böhlau, Gabriele Reuter, Clara Viebig, Anna Croissant-Rust oder Margarethe Böhme ein zeitbezogenes Schreiben, über das drängende Probleme wie die Frauenfrage, die soziale Frage, Schulbildung, Berufstätigkeit von Frauen, Kindererziehung, politische und gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen verhandelt wird. Gelesen und behandelt werden folgende Werke:
Anna Croissant-Rust: Feierabend. Eine Münchner Arbeiter-Novelle (1890); Helene Böhlau: Der Rangierbahnhof (1896); dies.: Halbtier (1899); Hedwig Dohm: Werde, die du bist. Zwei Novellen (1894); dies.: Christa Ruland (1902); Gabriele Reuter: Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens (1895); Clara Viebig: Das Weiberdorf. Berlin 1900; Margarethe Böhme: Tagebuch einer Verlorenen. Berlin 1905.

zu erbringende Leistung:
MA: 10 ECTS: schriftliche Hausarbeit mit Benotung (ca. 25 S. mit jeweils ca. 400 Wörtern)

In die Bewertung Ihrer Prüfungsleistung fließt neben der inhaltlichen Qualität Ihrer Arbeit auch die sprachliche Gestaltung Ihres Textes ein (strukturierte und kohärente Textgestaltung, angemessene wissenschaftssprachliche Ausdrucksweise und sprachliche Korrektheit).

Abgabetermin: 21.März 2022

Forschungsliteratur:
Karin Tebben (Hrsg.): Deutschsprachige Schriftstellerinnen des Fin de siècle. Darmstadt 1999; York-Gothart Mix (Hrsg.): Naturalismus, Fin de siècle, Expressionismus 1890-1918 (= Hansers Sozialgeschichte, Bd. 7). München 2000; Gudrun Loster-Schneider, Gaby Pailer (Hrsg.): Lexikon deutschsprachiger Epik und Dramatik 1730-1900. Tübingen 2006; Barbara Beuys: Die neuen Frauen. Revolution im Kaiserreich: 1900-1914. München 2014.

Der Mensch und sein Körper: Von Augustinus bis heute | 01LE17S-20212-B-MNKG-6

Dr. Barbara Henze

Di 14-16 Uhr

N.N.

Vorlesung zu Gender in den Technik-, Natur-, und Medizinwissenschaften mit Lektürekurs

Vorlesung findet nur im Sommersemester statt.


Masterseminare zu Gender in den Technik-, Natur-, und Medizinwissenschaften


Das Proseminar 11LE13S-510-26, Gender & Technology kann dieses Semester NICHT von den Studierenden der Gender Studies belegt werden.

Hirnforschung und Neurotechnologie: Genderaspekte in den Natur- und Technikwissenschaften | 11LE13S-7322-MB

Dr. Sigrid Schmitz

Do 10-14 Uhr (14-tägig)

Belegungszeitraum der Technischen Fakultät von 18.10.22 bis 25.10.22

Die Erforschung von Geschlechterunterschieden im Gehirn steht heute (wieder) im Mittelpunkt der Rückführung des Verhaltens, der Leistungen und des Denkens von Männern und Frauen auf natürliche Ursachen. Sind Frauen tatsächlich sprachbegabter und können sich Männer tatsächlich besser räumlich orientieren? Lässt sich dass durch ihre Hirnstrukturen und Aktivierungen im Gehirn belegen? Was zeigen uns die modernen Bilder aus dem Inneren des Gehirns? Und schließlich, was bedeutet es, wenn bei Erwachsenen Unterschiede im Gehirn festgestellt werden? Sind diese von vorneherein festgelegt, sind sie unveränderlich und gelten sie für alle Frauen und alle Männer?
In diesem Seminar werden wir aktuelle Forschungen der Neurowissenschaften, Technologien der Hirnbildgebung und aktuelle neurotechnologische Entwicklungen kritisch unter die Lupe nehmen. Das Themenfeld bietet einen Einstieg in die wichtigsten Konzepte und Forschungsansätze der Gender bezogenen Natur- und Technikwissenschaften und vermittelt Grundlagen und neuere Ansätze der Feminist Science Technology Studies.
Selbst ausgewählte Themenfelder können von den Teilnehmer*innen in Gruppen vertiefend bearbeitet werden.

Lernziele:
Kompetenzerwerb zur/zum
1. eigenständiger Refelxion und Evaluation neurowissenschaftlicher Forschung
2. Charakterisierung von Einflüssen auf und Auswirkungen von neurowissenschaftlicher Wissensproduktion in der Gesellschaft
3. Verständnis der konstruktiven Ansätze des NeuroGenderings
4. Verschränkung von Neurowissenschaft und Neurotechnologien.

Literatur:
Zum Einstieg:
Schmitz, Sigrid & Höppner Grit (2014): Feminist neuroscience: a critical review of contemporary brain research. Frontiers in Human Neuroscience 8, doi: 10.3389/fnhum.2014.00546.

Weitere Literatur wird im Seminar in Ilias bereit gestellt.

Science Technology Studies: feministisch-postkoloniale Perspektiven 11LE13S-7323-M

Dr. Sigrid Schmitz

Do 11.11.21 14-18 Uhr
Fr 03.12.21 10-18 Uhr
Fr 21.01.22 10-18 Uhr
Sa 22.01.22 10-18 Uhr

Belegungszeitraum der Technischen Fakultät von 18.10.22 bis 25.10.22

Naturwissenschaftliches Wissen und damit verbundene Technologien sind weder objektiv noch neutral. Sie werden in machtvollen gesellschaftlichen Kontexten produziert und legitimieren Ungleichheitsverhältnisse – lokal bis global. Die Science Technology Studies (STS) untersuchen diese Verschränkungen von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft. Feministische STS charakterisieren geschlechterbezogene Verzerrungen und Leerstellen in Wissensproduktion und Technologieentwicklung. Sie stellen erkenntnistheoretische Ansätze zur Integration verschiedener Wissensstandpunkte bereit. Postkoloniale STS decken die andauernde Dominanz eurozentrischer/westlicher Wissensproduktion, den Ausschluss „anderer“ Wissensbestände und Unterdrückungsmechanismen durch koloniale Technologisierung auf.
In diesem Seminar werden wir aktuelle Ansätze und Diskussionen zur Verschränkung feministischer und postkolonialer Perspektiven bearbeiten. Die Teilnehmer*innen erhalten Einblick in die theoretischen Konzepte und methodischen Ansätze der feministischen und postkolonialen STS. Sie können diese Ansätze an ausgewählten Themenfeldern zur kritischen Analyse machtvoller Wissens- und Technikproduktionen vertiefen sowie widerständige Positionen und Strategien ausloten.

Lernziel
In diesem Seminar erwerben Studierende Einblick in die neueren theoretischen Konzepte und methodischen Ansätze von feministisch-postkolonialer Wissenschaftsforschung.
Sie entwickeln Analysekompetenzen, um an ausgewählten Themenfeldern machtvolle Wissens- und Technikproduktionen zu vertiefen.
Sie vermögen, sich selbstreflexiv mit eigenen Biases und blinden Flecken auseinanderzusetzen.

zu erbringende Leistung

  • Regelmäßige aktive Teilnahme
  • Textvorbereitung / Textbearbeitung
  • Empirische Recherche und Präsentation im Vertiefungsfeld (Gruppe)

Literatur

Grundlagenliteratur:
Subramaniam, Banu (2000): Snow Brown and the Seven Detergents: A Metanarrative on Science and the Scientific Method. Women's Studies Quaterly 28 (1/2): 296-304.https://www.jstor.org/stable/40004461?seq=1

Pollock, Anne & Subramaniam, Banu (2016): Resisting Power, Retooling Justice: Promises of Feminist Postcolonial Technosciences. Science, Technology & Human Values 41 (6), 951-966.

Schmitz, Sigrid (2016): Science. In: Handbook Gender: Sources, Perspectives, and Methodologies (ed. by Renée C. Hoogland). Macmillan: MA, 347-362.

Subramaniam, Banu & Williy, Angela (2017) Introduction. SI Science Out of Feminist Theory Part 1: Feminism's Sciences.  Catalyst: Feminism, Theory, Technoscience 3 (1): 1-23.

weitere Literatur wird im Seminar auch Themenspezifisch bereit gestellt.

 

Dive in – More-than-Human Bodies
Teil 2 vom Seminar posthuman & immersiv” aus dem SoSe 2021 –

Dr.’in Marion Mangelsdorf, Kiran Hug & Phillip Stöcks

mittwochs 10-14 Uhr

Die Veranstaltung wird als Hybridveranstaltung angeboten. Es wird darum gebeten, sich vorab zu entscheiden, ob die Teilnahme über das Semester online oder in Präsenz erfolgt.

In Bodies of Water (2017) schreibt die Aquafeminist:in Astrida Neimanis: “With a drop of cliché, I could remind you that our human bodies are at least two-thirds water, but more interesting than these ontological maths is what this water does (…) Bodies of water undo the idea that bodies are necessarily or only human (…) the human is always also more-than-human.” (Neimais 2017: 2)
Was bedeutet es in diese sowohl materiellen wie konzeptuellen Gedanken und die verwundeten Meereswelten und instabilen Wasserkreisläufe einzutauchen, die in und um uns zirkulieren?
Bereits im Sommersemester 2021 fand ein Seminar zum Thema posthuman und immersiv am Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) statt, das sich mit Astrida Neimanis, Fragen der Immersion und Verkörperungen mehr-als-menschlicher Akteur:innen befasste.
Doch auch ohne diese Vorkenntnisse ist es möglich, sich im Wintersemester an der diesmal stärker praxisorientierten Lehrveranstaltung zu beteiligen. Gemeinsam mit Praxispartner:innen nähern wir uns über die reine Theorie hinaus posthumanistischen Herausforderungen an. Das Seminar bietet somit die Möglichkeit grundlegende leibphänomenologisch-philosophische Gedanken zur Anwendung zu bringen. Diese Anwendung erfährt hierbei eine besondere Wertschätzung, da die Überlegungen der studentischen Gruppen direkt in die Arbeit der Praxispartner:innen einfließen werden. Wir werden in Austausch kommen mit:

Im Seminar wird dabei ein Fokus auf problemzentriertes Lernen und Arbeiten gelegt. Dabei erhalten die Student:innen von den obigen Partner:innen Fragestellung aus deren Arbeit. Diese Fragestellungen werden die Grundlage für Gruppenarbeiten während des Seminarverlaufs bilden, in welchen die Studierenden von den Dozent:innen und anderen Expert:innen begleitet werden.

Das Seminar beginnt mit einer theoretischen Einführung (Woche 1 und 2). In Woche 3 und 4 werden die Studierenden bereits Gruppen bilden und in die Kooperation mit den jeweiligen Praxispartner:innen treten. Die Arbeit während des Semesters wird sich dabei an den Arbeitsschritten des Problem-Based-Learnings (PBL) orientieren. Zuerst wird hierbei das Praxisproblem kritisch analysiert und mit den Praxispartner:innen diskutiert.

In der anschließenden Forschungsphase werden dann auf kreative und innovative Weise Lösungen für das Problem gefunden. Hierbei kommen Methoden wie das Brainstorming sowie von den Studierenden ausgewählte Forschungsmethoden zum Einsatz.

Am Ende des Seminars werden die Lösungen der Gruppe und den Praxispartner:innen vorgestellt.

Anrechenbarkeit

Das Seminar steht Studierenden verschiedener Studiengänge offen. Studierende der Gender Studies können das Seminar je nach Schwerpunkt anrechnen lassen als

  • Masterseminar zu Geschlechterkonstruktionen oder
  • Masterseminar zu Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften
  • Forschungsorientiertes Studienprojekt

Bei Fragen bitte direkt wenden an: marion.mangelsdorf@mail.uni-freiburg.de. Sprechstunden sind buchbar unter: https://www.zag.uni-freiburg.de/gender-studies/lehrende/marion-mangelsdorf/sprechstunde/).

Bitte beachten: Mit dem in einer Gruppe erarbeiteten Dokument für die Praxispartner:innen und der Endpräsentation ist ein erster, wesentlicher Part der Leistungen für das Seminar während des Semesters erbracht! Studierende, die das Seminar mit 10 ECTS als Masterseminar oder 8 ECTS als forschungsorientiertes Studienprojekt anrechnen lassen möchten, ist darüber hinaus ein 5-7-seitiger Reflexionsbericht gefragt, der die Praxiserfahrung mit theoretischen Überlegungen verbindet. Bei Studierende aus anderen Studiengängen, die weniger ECTS anrechnen lassen möchten, ist der erste Part ausreichend.


Seminar zu Gendermainstreaming in gendersensitiven Berufsfeldern


Findet nur im Sommer statt.

Vorlesungsreihe „Freiburger GeschlechterStudien" mit Begleitseminar

Findet dieses Wintersemester nicht statt.

Forschungskolloquium 


Forschungskolloquium Gender Studies / Research Seminar Gender Studies | 11LE13K-1331

Donnerstag, 10:15-11:45

Die Veranstaltung wird als Hybridveranstaltung angeboten. Es wird darum gebeten, sich vorab zu entscheiden, ob die Teilnahme über das Semester online oder in Präsenz erfolgt.

In diesem Kolloquium werden Master-Studierende über laufende Forschungsprojekte (Konzept und Methoden sowie Ergebnisse) berichten und die Gelegenheit haben, ihre Arbeit kritisch und konstruktiv zu diskutieren. Es ist angedacht, dass auch geladene Forschende oder Mitarbeitende des ZAGs ihre aktuelle Forschung präsentieren.


Forschungsorientiertes Studienprojekt

Es ist selbständig ein Studienprojekt (z.B. empirische Studie, Feldforschung, Projekt in einer Einrichtung, die in einem für das Fach Gender Studies relevanten Bereich tätig ist) zu entwickeln und in
Absprache mit den zuständigen Lehrenden zu planen, durchzuführen und auszuwerten.
Die Anerkennung des Studienprojekts setzt voraus, dass es von dem zuständigen Fachvertreter bzw.
der zuständigen Fachvertreterin vorher genehmigt wurde und der bzw. die Studierende einen wissenschaftlichen Projektbericht in schriftlicher Form vorlegt

Bitte denkt daran, die Veranstaltungen als Leistungen auf HISinOne anzumelden. Zur Verrechnung schickt bitte eine Mail mit der entsprechenden Bestätigung der erbrachten Leistung durch die betreuenden Person an die Studiengangskoordination.

Es ist möglich in Absprache mit Marion Mangelsdorf Seminare als Studienprojekt zu belegen. Nach einer positiven Rückmeldung hier bitte eine Bitte um Freigabe an die gender-Mail schicken.

Dive in – More-than-Human Bodies
Teil 2 vom Seminar posthuman & immersiv” aus dem SoSe 2021 –

Dr.’in Marion Mangelsdorf, Kiran Hug & Phillip Stöcks

mittwochs 10-14 Uhr

Die Veranstaltung wird als Hybridveranstaltung angeboten. Es wird darum gebeten, sich vorab zu entscheiden, ob die Teilnahme über das Semester online oder in Präsenz erfolgt.

In Bodies of Water (2017) schreibt die Aquafeminist:in Astrida Neimanis: “With a drop of cliché, I could remind you that our human bodies are at least two-thirds water, but more interesting than these ontological maths is what this water does (…) Bodies of water undo the idea that bodies are necessarily or only human (…) the human is always also more-than-human.” (Neimais 2017: 2)
Was bedeutet es in diese sowohl materiellen wie konzeptuellen Gedanken und die verwundeten Meereswelten und instabilen Wasserkreisläufe einzutauchen, die in und um uns zirkulieren?
Bereits im Sommersemester 2021 fand ein Seminar zum Thema posthuman und immersiv am Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) statt, das sich mit Astrida Neimanis, Fragen der Immersion und Verkörperungen mehr-als-menschlicher Akteur:innen befasste.
Doch auch ohne diese Vorkenntnisse ist es möglich, sich im Wintersemester an der diesmal stärker praxisorientierten Lehrveranstaltung zu beteiligen. Gemeinsam mit Praxispartner:innen nähern wir uns über die reine Theorie hinaus posthumanistischen Herausforderungen an. Das Seminar bietet somit die Möglichkeit grundlegende leibphänomenologisch-philosophische Gedanken zur Anwendung zu bringen. Diese Anwendung erfährt hierbei eine besondere Wertschätzung, da die Überlegungen der studentischen Gruppen direkt in die Arbeit der Praxispartner:innen einfließen werden. Wir werden in Austausch kommen mit:

Im Seminar wird dabei ein Fokus auf problemzentriertes Lernen und Arbeiten gelegt. Dabei erhalten die Student:innen von den obigen Partner:innen Fragestellung aus deren Arbeit. Diese Fragestellungen werden die Grundlage für Gruppenarbeiten während des Seminarverlaufs bilden, in welchen die Studierenden von den Dozent:innen und anderen Expert:innen begleitet werden.

Das Seminar beginnt mit einer theoretischen Einführung (Woche 1 und 2). In Woche 3 und 4 werden die Studierenden bereits Gruppen bilden und in die Kooperation mit den jeweiligen Praxispartner:innen treten. Die Arbeit während des Semesters wird sich dabei an den Arbeitsschritten des Problem-Based-Learnings (PBL) orientieren. Zuerst wird hierbei das Praxisproblem kritisch analysiert und mit den Praxispartner:innen diskutiert.

In der anschließenden Forschungsphase werden dann auf kreative und innovative Weise Lösungen für das Problem gefunden. Hierbei kommen Methoden wie das Brainstorming sowie von den Studierenden ausgewählte Forschungsmethoden zum Einsatz.

Am Ende des Seminars werden die Lösungen der Gruppe und den Praxispartner:innen vorgestellt.

Anrechenbarkeit

Das Seminar steht Studierenden verschiedener Studiengänge offen. Studierende der Gender Studies können das Seminar je nach Schwerpunkt anrechnen lassen als

  • Masterseminar zu Geschlechterkonstruktionen oder
  • Masterseminar zu Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften
  • Forschungsorientiertes Studienprojekt

Bei Fragen bitte direkt wenden an: marion.mangelsdorf@mail.uni-freiburg.de. Sprechstunden sind buchbar unter: https://www.zag.uni-freiburg.de/gender-studies/lehrende/marion-mangelsdorf/sprechstunde/).

Bitte beachten: Mit dem in einer Gruppe erarbeiteten Dokument für die Praxispartner:innen und der Endpräsentation ist ein erster, wesentlicher Part der Leistungen für das Seminar während des Semesters erbracht! Studierende, die das Seminar mit 10 ECTS als Masterseminar oder 8 ECTS als forschungsorientiertes Studienprojekt anrechnen lassen möchten, ist darüber hinaus ein 5-7-seitiger Reflexionsbericht gefragt, der die Praxiserfahrung mit theoretischen Überlegungen verbindet. Bei Studierende aus anderen Studiengängen, die weniger ECTS anrechnen lassen möchten, ist der erste Part ausreichend.

oder

Aktive Teilnahme an einem Symposium mit Bericht/
Konzeption eines Symposiums mit Bericht

Bitte denkt daran, die Veranstaltungen als Leistungen auf HISinOne anzumelden. Zur Verrechnung schickt bitte eine Mail mit der entsprechenden Bestätigung der erbrachten Leistung durch die betreuenden Person an die Studiengangskoordination.

Mitwirkung bei einer Lehrveranstaltung/
Durchführung einer Lehrveranstaltung

Der bzw. die Studierende vereinbart mit dem zuständigen Fachvertreter bzw. der zuständigen Fachvertreterin, bei welcher Lehrveranstaltung er bzw. sie mitwirkt bzw. welche Lehrveranstaltung er bzw. sie durchführt und welche Leistungen er bzw. sie hierbei erbringt.

Bitte denkt daran, die Veranstaltungen als Leistungen auf HISinOne anzumelden. Zur Verrechnung schickt bitte eine Mail mit der entsprechenden Bestätigung der erbrachten Leistung durch die betreuenden Person an die Studiengangskoordination.