Aktuelle Lehrveranstaltungen Sommersemester 2021

Vorlesung zur Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse mit Lektürekurs 06LE42V–VGSK


Diese Veranstaltung findet nur im Wintersemester statt!

Masterseminare zu Geschlechterkonstruktionen


Nachhaltigkeit über den Tellerrand - Praxeologische und dekoloniale Perspektiven auf Klima (-gerechtigkeit?) | 06LE42S-2021002

Prof.in Dr.in Nina Degele & Dr.in Sigrid Schmitz

Mi 16-20 Uhr (14-tägig)

  • Belegung von 29.03.2021 09:00:00 bis 11.04.2021 23:59:59 
  • 06LE42S-20206-Restplatzbelegung Soziologie von 19.04.2021 09:00:00 bis 23.04.2021 23:59:59

Die Veranstaltungen im Sommersemester 2021 am Institut für Soziologie werden zunächst als digitale Lehrveranstaltungen durchgeführt. Sollte es die Infektionslage zulassen, kann es im Verlauf des Semesters zu einzelnen Präsenzterminen kommen. Diese werden rechtzeitig durch die Dozierenden angekündigt und mit den Seminarteilnehmenden abgesprochen.

"Nachhaltigkeit: das beschäftigt uns alle!" Ist das ein Wahlkampfslogan? Oder können wir auch mehr daraus machen? Debatten zu Nachhaltigkeit sind vorwiegend aus kolonialen, weißen und patriarchalen Blickwinkeln geprägt. In diesem Seminar werden wir Klimadiskurse aus sozialwissenschaftlichen, dekolonialen, aktivistischen und feministischen Perspektiven diskutieren. Die Soziologie und Science technology studies stellen uns dabei Werkzeuge zur Verfügung, um aktuelle Themen rund um Klimapolitiken, Klimagerechtigkeit, kapitalistische Rahmenbedingungen, dekoloniale Wissens- und Repräsentationskonzepte weiter zu denken und auf ihre empirische Tragfähigkeit zu prüfen. Wir erwarten die Bereitschaft zu aktiver Vor- wie Nachbereitung und Mitarbeit (Gruppenarbeit, Auseinandersetzung mit Texten, (Selbst-)Reflexion und Feedbacks zu einzelnen Sitzungen), sowie das Verfassen einer Abschlussarbeit.

zu erbringende Leistung:

Textlektüre, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, aktive mündliche Beteiligung

zusätzliche Studienleistung: Essay (2-3 Seiten)

Posthuman & Immersiv | 06LE42S-Posthuman_2021

Dr.in Marion Mangelsdorf & Kiran Hug

Mi 10-12 Uhr

Wie sind wir mit unserer Umwelt, Anderen und uns selbst ›connected‹? Durch das Word Wide Web und Social Media hat sich ein globales Netzwerk aufgebaut, 24/7 sind wir mobil erreichbar, doch wie steht es um die Verbindung der Einzelnen zu sich selbst, untereinander und mit ihren diversen (medialen) Umwelten?

Im Posthumanismus werden diese Fragen zentral gesetzt. Sie basieren auf der Annahme, dass nicht eine kategoriale Differenz, sondern ein Kontinuum besteht zwischen: Natur–Kultur/Technik; Gegebenem–Konstruiertem, Menschlichem–nicht-Menschlichem; männlich–weiblich (vgl. Braidotti 2014, 8-9).

Doch was bedeutet das konkret? Sind wir zwar mit unseren mobilen Endgeräten verschmolzen, aber fühlen uns abgetrennt von unserer Umwelt? Können wir Algorithmen ebenso beeinflussen wie sie uns? Auf welche invasive Art und Weise greifen Menschen in ihre Umwelt ein, bestimmen über Leben, Tod und Vernichtung von Lebensraum und anderen Lebewesen? Wie vielfältig lassen sich Ausdrucksformen von sex-gender-desire bei Menschen und anderen Tieren begreifen?

Dieses interdisziplinäre Seminar fördert Prozesse des problembasierten Lernens (PBL). Es kann wahlweise über ein oder zwei Semester belegt werden, um sich ebenso theoretisch wie praktisch-gestalterisch mit posthumanistischen Fragen anhand eines selbstgewählten Studienprojekts zu befassen.

Dabei nehmen wir ebenfalls die Rolle von Immersion in den Blick. Immersion – von lateinisch immersioverweist auf eine physische Erfahrung des Eintauchens in Flüssigkeit. In einem weiteren Sinn verstehen wir Immersion als sinnlich-leibliches Phänomen, das auf einen subjektiven Moment der Erfahrung in Raum und Zeit hinweist. Sie beschreibt eine Wirkung von etwas, das die Aufmerksamkeit in einer Weise beansprucht, so dass möglich ist, sich darauf konzentrieren und einlassen zu können (vgl. Curtis & Voss 2008).

Wie können save spaces und hope spots (vgl. Mission Blue), Schutz- ebenso wie Experimentalräume für immersive Erfahrungen – ob online oder offline – gestaltet werden und in welchem Verhältnis stehen diese zu critical zones (vgl. Latour 2020/21), zu kritischen Bereichen, in denen etwa Grenzen verletzt oder durch Normierungen Möglichkeitsräume reglementiert werden? Wie kann für Grenzverletzungen sensibilisiert und Grenzen gewahrt werden, ohne regide Ausschlüsse zu (re-)produzieren?

Diese Fragen einer posthumanistischen Ethik werden wir auf der Grundlage konkreter Beispiele aus den Studienprojekten und im Kontext eines im Aufbau befindlichen LABs für immersive Medienökologien an der Freiburger Universität, das auf analog-digitalen Raum-Medienelementen basiert, gemeinsam erörtern.

Literatur (eine Auswahl)

Angerer, Marie-Luise (2002) Future_Bodies. zur visualisierung von körpern in science und fiction,  Wien/New York: Springer.
Braidotti, Rosi (2014) [2013] Posthumanismus: Leben jenseits des Menschen, Ffm: Campus.
Braidotti, Rosi/Bignall, Simone (2019) Posthuman Ecologies: Complexity and Process after Deleuze, London: Rownman & Littlefield International.
Braidotti, Rosi (2021) Posthuman Feminsm. Cambridge: Polity Press.
Curtis, Robin/Voss, Christiane (2008) Theorien ästhetischer Immersion. In: montage AV. Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation, Jg. 17(2), 4–10.
Harasser, Karin (2013) Körper 2.0. Über die technische Erweiterbarkeit des Menschen, Bielefeld: transcript.
Latour, Bruno (2020/21) Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik. Ausstellungsbroschüre, Karlsruhe: zkm (https://zkm.de/media/file/de/cz_fieldbook_digital_de.pdf)

Mission Blue, Sylvia Earle Alliance: https://mission-blue.org/hope-spots/

Anrechenbarkeit

Das Seminar steht Studierenden verschiedener Studiengänge offen. Studierende der Gender Studies können das Seminar je nach Schwerpunkt anrechnen lassen als (bitte vorab in einer online-Sprechstunde klären!):

  • Masterseminar zu Geschlechterkonstruktionen oder
  • Masterseminar zu Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften
  • Forschungsorientiertes Studienprojekt
  • Mitwirkung bei einer Lehrveranstaltung
  • Konzeption eines Symposiums mit Bericht

Weiteres

Demnächst wird ein ausführlicher Seminarreader zur Verfügung gestellt, in dem das Konzept des problembasierten Lernens (PBL), im Seminar verwendete Feedbackmethoden, mögliche Themenfelder und der Aufbau des Seminars näher beschrieben wird.

Internationale Gäste des Seminars werden u.a. und aller Voraussicht nach sein: Billian, Christian (Freiburg/G, Komponist); Brensing, Karsten (Erfurt/G, Meeresbiologe und Autor); Clancy, Liam (San Diego, Tänzer); Gäckle, Kristian (Pulau Weh/IDN, Tauchlehrer & Gendertheoretiker); Leuze, Miriam (Filmregisseurin u.a. von »The Whale and The Raven«); Lewis, Isabel (Berlin/G, Performerin); Mariadaas, Vasanthi (Bangalore/IN, Filmtheoretikerin); Plass, Jan (New York/USA, Prof. für Digitale Medien)

Bei Fragen bitte direkt wenden an: marion.mangelsdorf@mail.uni-freiburg.de, am liebsten im direkten Gespräch per Online-Sprechstunde, buchbar unter: https://www.zag.uni-freiburg.de/gender-studies/lehrende/marion-mangelsdorf/sprechstunde/

Wessen Arbeit? Wessen Geschichte? Geschlecht, Arbeit und Klasse in Deutschland seit 1945 | 06LE11S-202156

Prof.in Dr.in Cornelia Brink

Do 14-16 Uhr

Die Geschichtsschreibung hat mit den Frauen die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung lange Zeit weitgehend ignoriert. Auch die eher kulturwissenschaftlich orientierte Geschlechtergeschichte und eine eher sozialhistorische Arbeitergeschichte taten sich schwer, zueinander zu finden. Erste Anstöße, die Kategorien Klasse und Geschlecht in einer Geschichte von Arbeit zu verknüpfen, finden sich seit den späten 1980 Jahren. Dass die Wahrnehmung, Kategorisierung und Wertschätzung von Arbeit geschlechtsspezifisch sind, zeigen jüngere historische Forschungen. Im Hauptseminar soll es um verschiedene Ebenen geschlechtlicher Differenzierung durch Arbeit gehen und darüber auch der aktuelle Stand der Geschichtsschreibung zu diesem Themenfeld erschlossen und diskutiert werden. Im Zentrum wird die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland stehen, die DDR und Schweden sollen vergleichend berücksichtigt werden.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 20.09.2021.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 26. Juli und 01. Oktober 2021.

Literatur:
Empfehlung: Brigitta Bernet, Insourcing and Outsourcing. Anthropologien der modernen Arbeit, in: Historische Anthropologie, 24 (2016) 2, S. 272-294.

Heilige oder Hexe? Frauenspiritualität im Mittelalter | 05LE10S-211301

Prof.in Dr.in Racha Kirakosian

Mo 14-16

Der Spielraum für individuelle und kollektive Ausdrucksmöglichkeiten war ohnehin begrenzt für Menschen im Mittelalter, für Frauen war das allemal der Fall. Trotzdem begegnen uns immer wieder Frauen im deutschen Mittelalter, die sich mit ihrer eigenen Stimme Gehör verschafften. Vor allem im religiösen Bereich äußerten sich Frauen autoritär und z.T. mit großem Erfolg. Doch was sie zu sagen hatten, stoß nicht immer auf positive Resonanz. War es eine Glückssache, ob sie als Heilige verehrt wurden (wie etwa Hildegard von Bingen oder Gertrud von Helfta) oder als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen landeten (wie etwa Marguerite Porète und Jeanne d’Arc)? Welche Kommunikationskanäle fanden Frauen und wie spiegeln sich ihre Gedanken und Erfahrungen in den jeweiligen Texten und Dokumenten wider? Was, wenn überhaupt, können wir nachzeichnen vom Leben religiöser Frauen im Mittelalter? Ab wann galten alternative Frömmigkeitskonzepte als Häresie und schließlich Hexerei? Im Seminar untersuchen wir verschiedenartige Texte (z.B. Chronik, Spiel, Lebensberichte, Lieder) von Frauen und gehen den Reaktionen auf diese Texte nach. Artefakte (z.B. Reliquien, Buchkunst, Alltagsgegenstände) vervollständigen unser Bild von der Frauenspiritualität im Mittelalter. Im Zentrum steht die kritische Reflexion über historische Zustände und Begebenheiten sowie unser Verhältnis zu dem, was tradiert ist.
Studierende aus allen relevanten Masterstudiengängen sind willkommen.

Voraussetzungen:
Aktive und regelmäßige Teilnahme, maximal 2 Fehlzeiten

zu erbringende Leistungen :
10 ECTS: Schriftliche Hausarbeit im Umfang von 20–25 Seiten. Voraussichtliche Abgabe zum 23. September 2021.
8 ECTS: Mündliche Prüfung im Umfang von ca. 20 Minuten, Prüfungstermine voraussichtlich zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit, und eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von ca. 15 Seiten. Voraussichtliche Abgabe zum 23. September 2021.

Lehrmethoden:
Das Seminar findet digital und synchron statt. Die Studierenden bereiten sich auf Diskussionen im Seminar durch Eigenarbeit vor. In selbst erarbeiteten Referaten lernen sie, Inhalte strukturiert und wissenschaftlich adäquat zu kommunizieren. In den Seminardiskussionen lernen sie mit neuen Ideen produktiv umzugehen. Jede*r übernimmt zudem mindestens eine Moderation. Das Argumentieren und Untersuchen von Primärtexten wird in kleineren schriftlichen Übungen (Argumentationsskizzen) erlernt. Durch das Konzipieren und Verfassen einer schriftlichen Hausarbeit eignen sie sich wichtige akademische Fähigkeiten an: Recherche, Argumentationsaufbau, Auseinandersetzung mit der Forschung, Untersuchung von Primärquellen und fachgerechte Präsentation der Ergebnisse. Im Master of Education werden zudem die Lehrinhalte in einer mündlichen Prüfung überprüft.

Literatur:
Racha Kirakosian, Die Vita der Christina von Hane: Untersuchung und Edition. Berlin; New York: De Gruyter, 2017 [Auszüge werden bereitgestellt].
Racha Kirakosian, The Life of Christina of Hane. Introduction, Translation, and Annotation. Yale 2020.
Weitere Literaturangaben werden zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.

Frühislamische Frauenfiguren: Darstellungen in Vergangenheit und Gegenwart. | 06LE15S-FrühFrau

PD Dr. Manfred Sing

Do 9-12

Neben der Belegung in HISinOne, zusätzlich per E-Mail bei der Dozentin und/oder dem Dozenten unter Angabe Ihrer Matrikelnummer anmelden.
manfred.sing@orient.uni-freiburg.de

Shakespeare and Gender | 05LE02S-SS2104

Dr.in Jennifer Henke

Mi 10-12

This seminar course is designed to support students in gaining a deeper understanding of the gender dynamics at play in Shakespeare’s comedies, histories and tragedies of which we will read at least one each in addition to selected sonnets. After discussing the role of gender in Elizabethan society, drama and on Shakespeare’s stage, the course will introduce students to tools that will help them conduct a gender-oriented analysis with a special focus on the relevance of space and place in Shakespeare’s plays. Moreover, this seminar shall move beyond feminist and gender studies by extending its perspectives to the field of queer studies.

This seminar's learning goals are to critically (re)evaluate Shakespeare’s plays against the backdrop of their period and in light of both classic and current gender theories. By the end of this course, students will be able to identify, analyse and discuss specific gender aspects of Shakespeare’s plays and develop coherent arguments both verbally and in writing. I strongly recommend having (re)read at least three of the five Shakespeare plays mentioned below before we meet for the first time in April.

  • 8-10 ECTS: Term paper (15-20 pages, depending on your credit requirements), due September 15, 2021
  • 6 ECTS (B.A. major only): Oral exam
  • Regular and active participation
  • Study assignments
  • Oral presentation
    • All students are required to compile a 5-15 mins. presentation depending on group size and individual credit requirements, including a response couple (more information will be given in the first week)

This course’s teaching methods are mainly based on the didactic concept of deep-level-learning. Students will not only practice critical thinking independently but also work cooperatively and interactively with one another while regularly reflecting on their own learning process. The research-based sessions consist of a mix of impulses, small (group) tasks, discussions and especially debates. Due to the pandemic, this seminar is conducted virtually via Zoom and includes synchronous and asynchronous tasks alike. More information will be circulated in due time.

Please buy and read the following Shakespeare plays (I recommend the latest Norton Critical Editions but alternatively, you can obtain those published by Arden, either in the form of single editions or the recently released Arden Shakespeare Third Series Complete Works (2020)):

  • King Richard III. Norton Critical Editions, 2008.
  • Romeo and Juliet. Norton Critical Editions, 2017.
  • Much Ado About Nothing. The Arden Shakespeare Edition, 2016.
  • Othello. Norton Critical Editions, 2016.
  • Macbeth. Norton Critical Editions, 2013.

Selected sonnets will be made available.

Sekundärliteratur (optional)

  • A.R. Braunmuller and Michael Hattaway (eds.), The Cambridge Companion to English Renaissance Drama. Cambridge University Press, 2009.
  • Ina Schabert, Shakespeare-Handbuch. Alfred Kröner, 2018.
  • Kate Aughterson and Ailsa Grant Ferguson, Shakespeare and Gender: Sex and Sexuality in Shakespeare’s Drama. The Arden Shakespeare, 2020.

Selected excerpts of further secondary readings will be made available during the course.

All other information such as a preliminary seminar plan will be distributed digitally via ILIAS in due time.

In/visible – Phenomenal Women in U.S. American History and Contemporary Media | 05LE02S-SS2126

Prof.in Dr.in Sieglinde Lemke

Di 14-16 Uhr

Bitte beachten Sie zum Belegverfahren die unter www.anglistik.uni-freiburg.de/belegverfahren bereitgestellten Informationen.

This seminar introduces you to a number of female pioneers – artists, athletes, actresses, activists, scientists, politicians and entertainers – who were trailblazers for todays’ generation of emancipated women. From the first female pilot to the first black woman in Congress to the first female Vice President of the United States, a host of women have pushed the frontier towards female inclusion. But there were also extraordinary pro-social women who fought against inequality and injustice, often risking their lives (e.g. Harriet Tubman). Among those who had the courage to break the silence about sex-based discrimination (Alice Paul, Ruth Bader Ginsberg, Gloria Steinem), some have recently become movie heroes.

Much has been made of Katniss Everdeen as prototype for a new generation: generation K. The warrior who fights hard to free her people from oppression stands as a female counterpart to the hegemonic tradition of male heroism. In this seminar we will examine the representation of Katniss along with other action heroines featuring in Alien, Kill Bill, Wonder Woman, or Black Panther.

The idea for this seminar took its inspiration from Caroline Criado-Perez’s bestseller Invisible Women, which covers a wide range of seemingly gender-neutral everyday objects (e.g. cars, cell phones) and larger social conditions (e.g. in city planning, transportation, the economy, taxation, education, medical science and biometrics) that are either more costly or even harmful to women. Due to the gender data gap and lacking political will, today’s women and their needs remain, Criado-Perez argues, invisible.

This seminar explores the conundrum of women’s hypervisibility in the media and their persistent invisibility in other areas of today’s society. To better understand this conundrum students will familiarize themselves with the current theoretical debate on post-feminism, popular feminism, and neoliberal feminism.

zu erbringende Leistung:

  • Midterm: Write a biographical sketch of two exceptional women of your own choice (2 pages).
  • Presentation of additional material (15 min)
  • Term paper (deadline Oct 4, 2021; MLA style, double spaced)
    • 8 ECTS: BA 11 pgs. / MA 16 pgs.
    • 10 ECTS: BA 14 pgs. / MA 18 pgs.
  • For those who need an oral exam, get in touch with me. It will happen in the final week of the semester (exact date to be agreed upon)
In the first session, I will give you more detailed infos on the requirements.
Literatur:
  • Caroline Criado-Perez, Invisible Women (2018).
  • Sarah Banet-Weiser, Rosalind Gill, Catherine Rottenberg, “Postfeminism, Popular Feminism and Neoliberal Feminism?” (2019)  (UB Catalogue)
Please watch 3 of the following movies before the semester starts:
  • Harriet
  • Iron Jawed Angel
  • RGB
  • On The Basis of Sex
  • The Glorias

Vorlesung zu Gender in den Technik-, Natur-, und Medizinwissenschaften mit Lektürekurs


Ringvorlesung Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften / Lecture Series Gender in Technology, Science and Medicine | 11LE13RI-1330

Prof.in Dr.in Evelyn Ferstl

Di 16-18 Uhr

Diese Ringvorlesung führt in Themen der Genderforschung in den Technik- und Naturwissenschaften ein. Gastdozent_innen aus verschiedenen Disziplinen geben einen Überblick über ihren speziellen Forschungsbereich im Hinblick auf gender-relevante Fragestellungen. Die Veranstaltung ist vor allem für Studierende der Genderforschung konzipiert, es sind jedoch alle Interessierten herzlich willkommen.

This lecture series is an introduction to gender studies in STEM (science, technology, engineering, and mathematics). Invited speakers from different disciplines will offer an overview of their specific research fields with regard to sex/gender. This lecture has been conceptualised for students from Gender Studies but is open to all interested students.

Masterseminare zu Gender in den Technik-, Natur-, und Medizinwissenschaften


Genderaspekte in der Kognitionswissenschaft 03LE19S-ID021102

Prof.in Dr.in Evelyn Ferstl

Di 10-12 Uhr
Hermann-Herder-Str. 7, HS Pharmazie (36 Sitzplätze mit Corona-Abstand)

Stereotype Geschlechterrollen beeinflussen das soziale Zusammenleben und beschränken die Entfaltung individueller Lebensentwürfe. Z.B. finden sich in mathematischen und technischen Berufen in unserer Gesellschaft noch immer viel weniger Frauen als Männer. Eine Erklärung, die immer wieder vorgebracht wird, ist, dass es Geschlechter unterschiede in mathematischen Fähigkeiten oder räumlicher Kognition gibt. Auch in der Öffentlichkeit ist das Vorurteil, dass Mädchen einfach kein Talent für Mathe haben, unverändert stark verbreitet.

In diesem Seminar wollen wir uns mit dem Thema Stereotyp und Vorurteil aus verschiedenen Perspektiven beschäftigen. Dazu werden theoretische Konzepte vorgestellt und empirische Studien betrachtet, die die Entstehung und Wirkung von Alltagswissen über Geschlecht behandeln. Was sind die Inhalte von Gender Stereotypes? Wann und wie erwerben Kinder sie? Beeinträchtigen diese gesellschaftlichen Vorurteile kognitive Leistungen (z.B. durch den Gender-Stereotype Threat als self-fulfilling prophecy)? Welchen Einfluss haben dabei kulturelle Faktoren, Einstellungen und Erwartungen? Können biologische oder neurowissenschaftlichen Befunde Aspekte der Stereotpye untermauern, oder handelt es sich um kulturelle Prägungen? Um solche und relatierte Fragestellungen zu behandeln, werden die wichtigsten Begriffe, Paradigmen und Theorien aus der Sozialpsychologie und Kognitionswissenschaft vorgestellt. Zentrale Konzepte aus den Gender Studies werden eingeführt und herangezogen, um quantitative Studien kritisch zu evaluieren.

Das Seminar ist geeignet für Studierende der Kognitionswissenschaft (B.A. Nebenfach; fachfremdes Modul Informatik), sowie für Studierende der Master-Studiengänge Gender Studies und Interdisziplinäre Anthropologie. Studierende anderer Fächer sind prinzipiell willkommen, sollten sich aber bitte vor Belegung mit der Dozentin in Verbindung setzen. Die erste Sitzung ist eine verpflichtende Vorbesprechung.

Die Leistungsanforderungen variieren je nach Fach und ECTS-Punkten. Regelmässige Teilnahme, ein Referat und eine schriftliche Hausarbeit werden in der Regel erwartet.

Literatur:

Ferstl, E. C. & Kaiser, A. (2013). Sprache und Geschlecht: Wie quantitative Methoden aus der Experimental- und Neuropsychologie einen Beitrag zur Geschlechterforschung leisten können. Gender, 5(3), 9-25.
Einige einführende Bücher, von denen einzelne Kapitel verwendet werden.

Weiterführende Literatur wird im Seminar angegeben:
Bischof-Köhler, D. (2006). Von Natur aus anders. Die Psychologie der Geschlechtsunterschiede (3. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer.
Brannon, L. (2010). Gender. Psychological perspectives (6th ed.). Boston, MA: Pearson.
Degele, N. (2008). Gender / Queer Studies. Fink: UTB.
Halpern, D. (2000). Sex differences in cognitive abilities. Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum.

Posthuman & Immersiv

Dr.in Marion Mangelsdorf & Kiran Hug

Mi 10-12 Uhr

Wie sind wir mit unserer Umwelt, Anderen und uns selbst ›connected‹? Durch das Word Wide Web und Social Media hat sich ein globales Netzwerk aufgebaut, 24/7 sind wir mobil erreichbar, doch wie steht es um die Verbindung der Einzelnen zu sich selbst, untereinander und mit ihren diversen (medialen) Umwelten?

Im Posthumanismus werden diese Fragen zentral gesetzt. Sie basieren auf der Annahme, dass nicht eine kategoriale Differenz, sondern ein Kontinuum besteht zwischen: Natur–Kultur/Technik; Gegebenem–Konstruiertem, Menschlichem–nicht-Menschlichem; männlich–weiblich (vgl. Braidotti 2014, 8-9).

Doch was bedeutet das konkret? Sind wir zwar mit unseren mobilen Endgeräten verschmolzen, aber fühlen uns abgetrennt von unserer Umwelt? Können wir Algorithmen ebenso beeinflussen wie sie uns? Auf welche invasive Art und Weise greifen Menschen in ihre Umwelt ein, bestimmen über Leben, Tod und Vernichtung von Lebensraum und anderen Lebewesen? Wie vielfältig lassen sich Ausdrucksformen von sex-gender-desire bei Menschen und anderen Tieren begreifen?

Dieses interdisziplinäre Seminar fördert Prozesse des problembasierten Lernens (PBL). Es kann wahlweise über ein oder zwei Semester belegt werden, um sich ebenso theoretisch wie praktisch-gestalterisch mit posthumanistischen Fragen anhand eines selbstgewählten Studienprojekts zu befassen.

Dabei nehmen wir ebenfalls die Rolle von Immersion in den Blick. Immersion – von lateinisch immersioverweist auf eine physische Erfahrung des Eintauchens in Flüssigkeit. In einem weiteren Sinn verstehen wir Immersion als sinnlich-leibliches Phänomen, das auf einen subjektiven Moment der Erfahrung in Raum und Zeit hinweist. Sie beschreibt eine Wirkung von etwas, das die Aufmerksamkeit in einer Weise beansprucht, so dass möglich ist, sich darauf konzentrieren und einlassen zu können (vgl. Curtis & Voss 2008).

Wie können save spaces und hope spots (vgl. Mission Blue), Schutz- ebenso wie Experimentalräume für immersive Erfahrungen – ob online oder offline – gestaltet werden und in welchem Verhältnis stehen diese zu critical zones (vgl. Latour 2020/21), zu kritischen Bereichen, in denen etwa Grenzen verletzt oder durch Normierungen Möglichkeitsräume reglementiert werden? Wie kann für Grenzverletzungen sensibilisiert und Grenzen gewahrt werden, ohne regide Ausschlüsse zu (re-)produzieren?

Diese Fragen einer posthumanistischen Ethik werden wir auf der Grundlage konkreter Beispiele aus den Studienprojekten und im Kontext eines im Aufbau befindlichen LABs für immersive Medienökologien an der Freiburger Universität, das auf analog-digitalen Raum-Medienelementen basiert, gemeinsam erörtern.

Literatur (eine Auswahl)

Angerer, Marie-Luise (2002) Future_Bodies. zur visualisierung von körpern in science und fiction,  Wien/New York: Springer.

Braidotti, Rosi (2014) [2013] Posthumanismus: Leben jenseits des Menschen, Ffm: Campus.

Braidotti, Rosi/Bignall, Simone (2019) Posthuman Ecologies: Complexity and Process after Deleuze, London: Rownman & Littlefield International.

Braidotti, Rosi (2021) Posthuman Feminsm. Cambridge: Polity Press.

Curtis, Robin/Voss, Christiane (2008) Theorien ästhetischer Immersion. In: montage AV. Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation, Jg. 17(2), 4–10.

Harasser, Karin (2013) Körper 2.0. Über die technische Erweiterbarkeit des Menschen, Bielefeld: transcript.

Latour, Bruno (2020/21) Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik. Ausstellungsbroschüre, Karlsruhe: zkm (https://zkm.de/media/file/de/cz_fieldbook_digital_de.pdf)

Mission Blue, Sylvia Earle Alliance: https://mission-blue.org/hope-spots/

Anrechenbarkeit

Das Seminar steht Studierenden verschiedener Studiengänge offen. Studierende der Gender Studies können das Seminar je nach Schwerpunkt anrechnen lassen als (bitte vorab in einer online-Sprechstunde klären!):

  • Masterseminar zu Geschlechterkonstruktionen oder
  • Masterseminar zu Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften
  • Forschungsorientiertes Studienprojekt
  • Mitwirkung bei einer Lehrveranstaltung
  • Konzeption eines Symposiums mit Bericht

Weiteres

Demnächst wird ein ausführlicher Seminarreader zur Verfügung gestellt, in dem das Konzept des problembasierten Lernens (PBL), im Seminar verwendete Feedbackmethoden, mögliche Themenfelder und der Aufbau des Seminars näher beschrieben wird.

Internationale Gäste des Seminars werden u.a. und aller Voraussicht nach sein: Billian, Christian (Freiburg/G, Komponist); Brensing, Karsten (Erfurt/G, Meeresbiologe und Autor); Clancy, Liam (San Diego, Tänzer); Gäckle, Kristian (Pulau Weh/IDN, Tauchlehrer & Gendertheoretiker); Leuze, Miriam (Filmregisseurin u.a. von »The Whale and The Raven«); Lewis, Isabel (Berlin/G, Performerin); Mariadaas, Vasanthi (Bangalore/IN, Filmtheoretikerin); Plass, Jan (New York/USA, Prof. für Digitale Medien)

Bei Fragen bitte direkt wenden an: marion.mangelsdorf@mail.uni-freiburg.de, am liebsten im direkten Gespräch per Online-Sprechstunde, buchbar unter: https://www.zag.uni-freiburg.de/gender-studies/lehrende/marion-mangelsdorf/sprechstunde/

Nachhaltigkeit über den Tellerrand - Praxeologische und dekoloniale Perspektiven auf Klima (-gerechtigkeit?) | 06LE42S-2021002

Prof.in Dr.in Nina Degele & Dr.in Sigrid Schmitz

Mi 16-20 Uhr (14-tägig)

  • Belegung von 29.03.2021 09:00:00 bis 11.04.2021 23:59:59 
  • 06LE42S-20206-Restplatzbelegung Soziologie von 19.04.2021 09:00:00 bis 23.04.2021 23:59:59

Die Veranstaltungen im Sommersemester 2021 am Institut für Soziologie werden zunächst als digitale Lehrveranstaltungen durchgeführt. Sollte es die Infektionslage zulassen, kann es im Verlauf des Semesters zu einzelnen Präsenzterminen kommen. Diese werden rechtzeitig durch die Dozierenden angekündigt und mit den Seminarteilnehmenden abgesprochen.

"Nachhaltigkeit: das beschäftigt uns alle!" Ist das ein Wahlkampfslogan? Oder können wir auch mehr daraus machen? Debatten zu Nachhaltigkeit sind vorwiegend aus kolonialen, weißen und patriarchalen Blickwinkeln geprägt. In diesem Seminar werden wir Klimadiskurse aus sozialwissenschaftlichen, dekolonialen, aktivistischen und feministischen Perspektiven diskutieren. Die Soziologie und Science technology studies stellen uns dabei Werkzeuge zur Verfügung, um aktuelle Themen rund um Klimapolitiken, Klimagerechtigkeit, kapitalistische Rahmenbedingungen, dekoloniale Wissens- und Repräsentationskonzepte weiter zu denken und auf ihre empirische Tragfähigkeit zu prüfen. Wir erwarten die Bereitschaft zu aktiver Vor- wie Nachbereitung und Mitarbeit (Gruppenarbeit, Auseinandersetzung mit Texten, (Selbst-)Reflexion und Feedbacks zu einzelnen Sitzungen), sowie das Verfassen einer Abschlussarbeit.

zu erbringende Leistung:

Textlektüre, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, aktive mündliche Beteiligung

zusätzliche Studienleistung: Essay (2-3 Seiten)

Seminar zu Gendermainstreaming in gendersensitiven Berufsfeldern

Für das Gender & Diversity Training bitte per Mail an gender [at] uni-freiburg.de anmelden.


Vorlesungsreihe „Freiburger GeschlechterStudien" mit Begleitseminar


Termine

06LE42VG-VFGB_2021 | Rebellion(en) queerer Körper

Anmeldung über HISinONE!!

Forschungskolloquium Gender Studies


11LE13K-1331  | Veranstaltung

Dr.in Marion Mangelsdorf

Do, 10–12 Uhr c.t.

digital über ILIAS


Aktive Teilnahme an einem Symposium mit Bericht/ Konzeption eines Symposiums mit Bericht


Rebellion(en) queerer Körper  | 06LE42VG-VFGB_2021

Gaia-Utopien – Partizipativer Workshop | 06LE42WS_2021_1

Dr.inMarion Mangelsdorf

17. Juli 2021, 10:00–18:00 Uhr · Café Pow

In Part I geht es um die von der Genetikerin Lynn Margulis und dem Biophysiker James Lovelock entwickelte Gaia-Hypothese.
In Part II wenden wir uns aktuellen Utopien und Projekten zu, unter anderem durch Impulse aus der Ausstellung „Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik“ und durch die spekulativen Narrationen der feministischen Biophilosophin Donna Haraway.
Der Workshop findet im partizipativen Dialog, d.h. aufbauend auf den Erfahrungen und Interessen aller Beteiligten statt.

Muße als Widerstandspotential – Online-Vortrag | 06LE42WS_2021_2

Dr.inMarion Mangelsdorf

30.04.2021 10-11Uhr

im Rahmen der Ringvorlesung Muße, Musen und das Müssen – Wissen und Geschlecht in Musik* Theater* Film*, Universität für Musik und bildende Kunst, mdw Wien

Im geschäftigen Treiben des Arbeitsalltags, in den mitunter konfliktbeladenen Beziehungen zu uns Selbst, Anderen und unserer Umwelt, gerät die Muße allzu oft ins Hintertreff. Gemeint ist nicht eine Form der Muße, mittels derer wir etwa durch Wellnessangebote Regeneration erfahren, um daran anschließend im (selbst-)ausbeuterischen Hamsterrad für ein paar Wochen wieder effektiver routieren zu können. In diesem Beitrag verfolge ich anhand von (Dokumentar-)filmen eine Suchbewegung danach, was uns aus dem gegenwärtigen Modus der Unruhe, von der unser Leben zutiefst durchdrungen ist, hinausführen könnte. Ralf Konersmann beschreibt in Die Unruhe der Welt (2015), das die Unruhe viele Namen trage: Stress, aber auch Veränderung, Forstschritt oder Bewegung. Dadurch wären wir in einer Art Hassliebe zur Unruhe verfangen. Dem gegenüber erforsche ich die verschiedenen Namen, die der Muße verwandt sind: Sei es die Seelenruhe, Gelassenheit oder im isländischen Innsaei; »the sea within, the borderless nature of our inside world, that is constantly moving, a world of vision, feelings, and imagination. This sea within cannot put into boxes, because then it’s ceases to flow. InnSaei means to sea within, to see from the inside out«. (aus: Kristin Olafsdottir, Innsaei – Die Kraft der Intuition, Island  2016). Bedarf es, um diesen Blick von Innen nach Außen zu schärfen, einer Muße, die uns in einen Ausnahmezustand der Distanzierung zum Gewohnten bringt, die uns eine stille Einkehr und damit zugleich ein Einlassen auf die Welt ermöglicht, das uns (wieder) Staunen und die Dinge mit mehr Intensität erfahren lässt? Es wäre dies ein Muße-Freiraum, der nicht bloß ein harmonisches Weltverständnis offenlegte, sondern durchaus existentielles Krisenpotenzial in sich bergen und damit auch zur Ausgestaltung von Widerstandspotential beitragen könnte.

Aisthesis des Wissens im (digitalen) Raum – Online-Workshop | 06LE42WS_2021_3

Doris Ingrisch & Marion Mangelsdorf mit der Künstlerin Johanna Reich

organisiert von der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF)

In diesem Workshop möchten wir ins Gespräch kommen über die verschiedenen Formen der sinnlichen Wahrnehmung, die unser Wissen prägen. Nichtzuletzt die Themenkomplexe der Geschlechterforschung, basieren auf sowohl rationalen, emotionalen als auch körperlich-leiblichen Aspekten.
Die ›Aisthesis des Wissens‹ in den Blick zu nehmen, bedeutet sich ebenso mit einem verkörperten Wissen wie auch mit Decolonizing Methodologies wie es Linda Tuhiwai Smith in ihrer 2012 gleichnamig veröffentlichten Publikation benannte, auseinanderzusetzen. In drei Parts möchten wir uns mit Fragen rund um diese Thematik befassen:

•    14.00–14.45 Uhr
Muße zur Entwicklung von Sinnesvielfalt im Geschlechterdiskurs?!
Doris Ingrisch und Marion Mangelsdorf leiten den Workshop ein und entfalten in einem Dialog, welcher raumzeitlichen, gar Muße-vollen Voraussetzungen es bedarf, um einer ›Aisthesis des Wissens‹ Raum geben zu können. Wie kann sich eine Sinnesvielfalt in der Geschlechterforschung ausformen?
•    15.00–15.45 Uhr
Künstlerische Forschung und verkörpertes Wissen in der Geschlechterforschung
Die Künstlerin Johanna Reich wird zum begonnenen Dialog mit eingeladen. Wir loten Möglichkeiten und Grenzen der künstlerischen Forschung aus; befassen uns ebenso mit Theorien der Verkörperung wie auch mit konkreten Praxisbeispielen, um der Frage nachzugehen: Wie kann Sinnesvielfalt und verkörpertes Wissen stärker in die Geschlechterforschung einbezogen werden?
•    16..00–17.00 Uhr
Aisthesis des Wissens – Visionen verkörperten Wissens in einer digitalisierten  Alma Mater?!
In diesem letzten Part möchten wir gemeinsam mit allen Beteiligten über das Gehörte in Austausch kommen. Dabei soll es zum Abschluss darum gehen, Visionen für den universitären Kontext zu entfalten. In einem Kontext, in dem wir zusehends on- und offline Kulturen entwickeln (müssen). Inwiefern kann eine ›Aisthesis des Wissens‹ hilfreich sein, um auch die Diskurse der Geschlechterforschung im Rahmen von Digitalisierungsprozesse in verkörperter Weise mitzugestalten?

In den ersten beiden Parts sind jeweils 20 Minuten Input und weitere 25 Minuten für Nachfragen und gemeinsames Gespräch geplant.
Im letzten Part wird das bereits Diskutierte in break-out-rooms weiter vertieft und in einer Abschlußrunde zusammengeführt.

Hacking Diotimas Eros – Online-Workshop | 06LE42WS_2021_4 

Dr.in Marion Mangelsdorf

21.07.2021 10-18 Uhr

im Kontext von Defining the Future – Rethinking the Past of The International Association of Women Philosophers (IAPh) 2021

In Platons Symposium wird die Muße, die das Gespräch ermöglicht und rahmt, als basal vorgestellt. Dabei entwickelt Sokrates in der Wiedergabe eines fiktiven Gesprächs mit der Seherin Diotima eine Vorstellung des Eros als Triebkraft, die hinter allem Verlangen nach dem Schönen, Guten und Wahren stünde. Damit begreift Sokrates Eros als Basis eines unstillbaren Verlangens nach Erkenntnis und wissenschaftlichen Forschens.
Der Rede Diotimas ebenso wie einer durch Muße ermöglichten Dialogkultur spürt der Workshop als (selbst-)kritische Inspirationsquelle für Fragen am digitalisierten Campus der zeitgenössischen Alma Mater nach: In Form von Webdokumentationen und künstlerisch mediengestalterischer Gesprächsformate möchte ich den Campus als Versammlungsort wiederbeleben (vgl. https://genderingmint.pageflow.io/ein-gastmahl).

Schwangere Männer, kämpfende Frauen. Einführung in die Geschlechterforschung | 06LE46-S-21104

Damaris Müller

Do 14-16 Uhr

Der Videospielcharakter Lara Croft als eiskalte Killerin und biologische Männer als Schwangere in einem Fantasy-Setting: Figuren, die Teil einer gesellschaftlichen Transformation sind, die vom Mainstream bis zur Subkultur alle Räume durchdringt – gemeint ist das Ringen um Geschlechterverhältnisse.

Aber was heißt Gender eigentlich? Woher kommen Geschlechterstereotype? Wie stellen wir Geschlecht im Alltag her? Das Seminar „Schwangere Männer, kämpfende Frauen“ bietet eine Einführung in die interdisziplinäre Geschlechterforschung. Vor dem Hintergrund empirischer Alltagsanalyse macht es die Studierenden mit den wichtigsten Fragen und Konzepten des komplexen Felds der Geschlechterforschung vertraut. Am Beispiel populärkultureller Praktiken der Gegenwart lernen die Studierenden, konkrete Aushandlungen von Geschlecht kontext- und mediensensibel zu analysieren. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie sich gesellschaftliche Transformationen in Alltagspraktiken niederschlagen und wie sie von dort aus wieder zurückwirken. Das Seminar fordert die Teilnehmer*innen dazu auf, die eigene Positioniertheit zu hinterfragen und einen wissenschaftlich-kritischen Blick gegenüber ihrem Alltagswissen zu entwickeln.

Das Seminar schließt mit einer Hausarbeit ab. Es richtet sich an Studierende des B.A.- Studiengangs Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie (SL oder PL, 6 ECTS-Punkte), aber auch Studierende anderer Bachelorstudiengänge sind herzlich willkommen. Im Falle abweichenden ECTS-Bedarfs können die Leistungsanforderungen in Absprache angepasst werden. Die Veranstaltung findet im wöchentlichen Rhythmus via Zoom digital statt. Sollten durch sich ändernde Pandemie-Bestimmungen lokale Präsenztreffen möglich werden, wird dies mit den Teilnehmer*innen abgesprochen.

Literatur:
Åström, Berit (2010): "Let's get those Winchesters pregnant". Male pregnancy in Supernatural fan fiction. In: Transformative Works and Cultures 4, n.p.

Groen, Maike; Tillmann, Angela (2019): Let`s play (gender)? Genderkonstruktionen in digitalen Spielewelten. In: Holger Angenent, Birte Heidkamp und David Kergel (Hg.): Digital Diversity. Bildung und Lernen im Kontext gesellschaftlicher Transformationen. Wiesbaden Germany, München: Springer VS; Ciando (Diversität und Bildung im digitalen Zeitalter), S. 143–159.

Schuegraf, Martina; Smykalla, Sandra (2010): Zwischen Popfeminismus und Mainstream. Inszenierungsstrategien von KünstlerInnen im Musikvideoclip. In: Nina Degele (Hg.): Gendered Bodies in Motion. Opladen, Farmington Hills, MI: Budrich UniPress, S. 163–182.

maria.macht.gender Erkundungen römischer Geschlechterphantasien. Interdisziplinäres Seminar mit Romexkursion | 01LE17S-20211-S-Funda2

Kooperation mit dem Lehrstuhl für Moraltheologie der Universität Mainz (Prof. Stephan Goertz). Eine Blockveranstaltung (voraussichtlich im Juni 2021). Exkursion Rom: 11.-18.09.2021. Anmeldung bitte zusätzlich per email: fundamentaltheologie@theol.uni-freiburg.de. Teilnahmekosten für die Exkursion ca. 300€.

Anmeldung bitte zusätzlich per email.

Girlhood and Female Coming of Age in Contemporary American Film and Television | 05LE02S-SS2130

Eleonora Sereni

Do 14-16 Uhr

Bitte beachten Sie zum Belegverfahren die unter www.anglistik.uni-freiburg.de/belegverfahren bereitgestellten Informationen.

The majority of so-called classic and quintessential American coming-of-age stories on screen have historically focused on the average white, male, straight teenager. The past few years, however, have seen the release of a significant number of film and TV productions that explore the complex realities of girlhood and ‘becoming a woman’ from an intersectional and/or female authorial perspective. In this course we will consider the ways in which girls are constructed by mainstream culture and society as well as examine feminist discourses and theories about girls and girlhood. Starting with Greta Gerwig’s modern retelling of Little Women—the beloved and enduring 19th-century novel about four sisters’ transition from girlhood to womanhood—, we will look at selected portrayals of female adolescence and coming of age in contemporary American cinema and television to discuss, among others, questions of gender, race, sexuality, empowerment, and agency.

zu erbringende Leistung:

  • Regular attendance and active participation
  • Course reading and viewing assignments
  • Written examination (final session: 22 July)

Literatur:

Secondary literature for each session will be made available on ILIAS.
The films and TV shows presented here in chronological order will be analyzed thematically:FILMS
  • Lady Bird (2017), dir. by Greta Gerwig
  • Eighth Grade (2018), dir. by Bo Burnham
  • The Hate U Give (2018), dir. by George Tillman Jr.
  • Booksmart (2019), dir. by Olivia Wilde
  • Little Women (2019), dir. by Greta Gerwig
  • Never Rarely Sometimes Always (2020), dir. by Eliza Hittman
TV SHOWS
  • Sex Education (Netflix, 2019–) [selected episode(s)], created by Laurie Nunn
  • Euphoria (HBO, 2019–) [selected episode(s)], created by Sam Levinson
  • Never Have I Ever (Netflix, 2020–) [selected episode(s)], created by Mindy Kaling

Is Sweden a progressive utopia? A critical perspective on Gender Equality as Swedish Exceptionalism | 06LE42S-2021006

Mi 10-12 Uhr (Die Veranstaltung wird digital durchgeführt und findet nur vereinzelt und nach Absprache in Präsenz statt)

Ulf Fredrik Eklund

  • 06LE42S-20206-Restplatzbelegung Soziologie von 19.04.2021 09:00:00 bis 23.04.2021 23:59:59 

Sweden is often domestically and internationally seen as exceptionally successful in achieving gender equality (Anderson, 2018). Gender equality and progressiveness has become a part of Sweden’s cultural and national self-image, were all inhabitants presumably share a common aspiration and commitment to gender equality (Towns, 2002; Jezieska & Towns, 2018). Unsurprisingly, any perceived threat to this image and presumed gender equal culture, is often utilized by right wing movements in their racist and anti-migrant rhetoric (Towns, 2002; Mulinari, 2014;2016). For example, during and after the supposed refugee “crisis” in 2015, Sweden was often referred to as a country whose exceptional prosperity, openness and equality was under threat because of its “naïve” humanitarian ideals. This perceived threat was referred to by Donald Trump in his (in)famous “last night in Sweden” Tweet, were he utilized this image in his own racist and anti-migration rhetoric (Edenborg, 2020; Ericson, 2018).

On the right side of the political spectrum, as in the Trump example above, Sweden is the perfect welfare state destroyed by or under threat from multiculturalism and feminism. On the progressive left, Sweden and its gender equal welfare state is often hailed as the successful role model to strive for. A utopia that was ruined by neo-liberalism and the dismantling of the welfare state. What they have in common is a nostalgic idea Swedish exceptionalism being “lost” or under threat, needing to be protected or found again, but from different political positions. Where does this idea and image come from? How has it been maintained and changed over time? What are the contemporary consequences of this image?

Inspired by a developing strain of critical feminist research in Sweden (Martinsson et al., 2016), the seminar will problematize this image of Sweden as an exceptionally gender equal utopia. This will be done by providing a historical perspective on Swedish Exceptionalism. Together we will start at its origins and foundations in the 1930s, and move through its changes over time and finally review some contemporary consequences and supposed “threats”. Particular emphasis will be placed on the merger of Swedish Exceptionalism with Gender Equality during the 1990s and its consequences and expressions. However, due to its complex historical heritage we will unavoidably be confronted by the many contradictory expressions of Swedish exceptionalism, as it overlaps with the welfare state, modernity, nationalism, multiculturalism, LGBTQ+ rights and gender equality.

First, participants are introduced to the concept of Swedish Exceptionalism, with the specificgoal of demonstrating an understanding its origins, its characteristics and how the meaning haschanged over time. Secondly, participants are then expected to apply this knowledge by
identifying various examples of Swedish Exceptionalism. This includes identifying their own empirical examples of Swedish exceptionalism.
Participants are also required to provide a tentative analysis of their example were origins, change and possible contemporary consequences should be included.

Summary of learning outcomes:

  • To describe and explain the origins and the core characteristics of Swedish Exceptionalism
  • Distinguish and differentiate between different expressions of Swedish Exceptionalism
  • Independently being able to identify one or more expressions of Swedish Exceptionalism
  • Applying acquired knowledge to an individually selected empirical example of Swedish Exceptionalism
  • Explain and argue for the connection between theoretical knowledge and selected example
  • Critically reflect role of Swedish Exceptionalism in own image of Sweden
  • Reflecting on one’s own learning process
  • The interconnections between independent and collaborative efforts in idea development
  • Collaborative preparations of presentation

Leistung:
The achievement of the learning goals will be tested by the capability of the participants to demonstrate conceptual understanding, the practical application of this understanding by independently identifying and tentatively analysing a chosen example of Swedish

exceptionalism. Initially examples will be given by the teacher during seminars and lectures
and through the material made available to participants. Gradually the responsibility for this
will shift over to the participants, who will prepare group presentations were they apply the
acquired knowledge to a chosen example. The topics of the group work will be discussed in
collaboration with the teacher.

Thereafter, the participants are expected to write an individual final paper (10-12 pages) where
they draw on what was learned during the first three segments, applying it to an empirical
example of their choice. Suggestions for topics and examples will be provided by the teacher,
and the work performed in the group presentation can also be the basis for the final individual
paper. Participants have the possibility focus on specific forms of Swedish exceptionalism that
does not directly include gender equality for their final paper.

After each of the 3 first segments the participants are expected to write a small essay (1 page)
summarizing and reflecting on what they have learned. The third essay is a reflection on
connection between the group presentation and the individual final paper. The third paper will
also make up the basis for the participant/teacher meeting, used to advise on and prepare for
the final paper.

The specific grading criteria for the group presenatation and individual paper can be found in seperate documents in the Organisational folder.

Assigment/workload overview

  • Reading or watching assigned material and texts. (Approx. 2 articles 40-50 pages per week)
  • Active participation in lectures and seminar discussions.
  • Writing the 3 essays (mandatory but not graded)
  • Participation in 2 consultative sessions (Presentation and Paper) with teacher
  • Active participation in the preparation and presentation of the group work (30% of grade)
  • Final paper:10-12 Pages (70% of grade)

Literatur:
Andersson, R. (2018) ‘The myth of Sweden’s success: A deconstructive reading of the discourses in gender mainstreamingtexts’, European Journal of Women's Studies, vol. 25, no. 4, pp. 455–469.

Bergman Rosamond, A. (2020) ‘Swedish Feminist Foreign Policy and “Gender Cosmopolitanism”’, Foreign Policy Analysis,vol. 16, no. 2, pp. 217–235.

Dahl, A.-S. (2006) ‘Sweden: Once a Moral Superpower, Always a Moral Superpower?’, International Journal, vol. 61, no. 4,pp. 895–908 [Online]. Available at https:// www.jstor.org / stable/ 40204222.

Edenborg, E. (2020) ‘Endangered Swedish Values: Immigration, Gender Equality, and “Migrants’ Sexual Violene”’, in Norocel, O. C., Hellström, A. and Jørgensen, M. B. (eds) Nostalgia and Hope: Intersections between Politics of Culture,Welfare, and Migration in Europe, Cham, Springer International Publishing, pp. 101–117.

Ericson, M. (2018) ‘“Sweden Has Been Naïve”: Nationalism, Protectionism and Securitisation in Response to the Refugee Crisis of 2015’, Social Inclusion, vol. 6, no. 4, pp. 95–102.

Glover, N. (2009) ‘IMAGING COMMUNITY Sweden in ‘cultural propaganda’ then and now’, Scandinavian Journal of History, vol. 43, no. 3, pp. 246–262 [Online]. DOI: 10.1080/03468750903134707.

Jezierska, K. and Towns, A. (2018) ‘Taming feminism? The place of gender equality in the ‘Progressive Sweden’ brand’, Place Branding and Public Diplomacy, vol. 14, no. 1, pp. 55–63.

Lundberg, E. (1985) ‘The Rise and Fall of the Swedish Model’, Journal of Economic Literature, vol. 23, no. 1, pp. 1–36[Online]. Available at https:// www.jstor.org / stable/ 2725542.

Martinsson, L., Griffin, G. and Nygren, K. G. (2016) ‘Introduction’, in Martinsson, L., Griffin, G. and Nygren, K. G. (eds) Challenging the myth of gender equality in Sweden, Bristol University Press, pp. 1–22.

Ruth, A. (1984) ‘The Second New Nation: The Mythology of Modern Sweden’, Daedalus, vol. 113, no. 2, pp. 53–96[Online]. Available at https:// www.jstor.org / stable/ 20024913.

Strand, S. and Kehl, K. (2019) ‘“A country to fall in love with/in”: gender and sexuality in Swedish Armed Forces’ marketing campaigns’, International Feminist Journal of Politics, vol. 21, no. 2, pp. 295–314.

Towns, A. (2002) ‘Paradoxes of (In)Equality Something is Rotten in the Gender Equal State of Sweden’, Cooperation and Conflict: Journal of the Nordic International Studies Association, vol. 37, no. 2, pp. 157–179.

Towns, Ann, Karlson, Erika & Eyre, Joshua (2014) ‘The equality conundrum: Gender and nation in the ideology of theSweden Democrats’, Party Politics, vol. 20, no. 2, pp. 237–247 [Online]. DOI: 10.1177/1354068813520272.

Vesterberg, V. (2015) ‘Learning to be Swedish: governing migrants in labour-market projects’, Studies in ContinuingEducation, vol. 37, no. 3, pp. 302–316.